Der Verein TonArtTirol präsentiert in der dritten Auflage des "Festival For Contemporary Jazz" spannende Bands: Platzkonzert mit John Blow // Mad About Lemon // Gummimamba // Peter Rom Wanting Machine

Mimi Schmid und Anna Widauer sind mehr Band als Vokalensemble. Mit ihrem sehr persönlichen Instrumentarium formen sie ihre Songs - minimalistisch. Im Zentrum aller Stücke stehen ihre unverwechselbaren, facettenreichen Stimmen. Folkig experimentelle Songs in herzzerreißender Zweistimmigkeit auf Englisch, Deutsch und im Tiroler Dialekt gesungen. Ungeschliffen und trotzdem zart pflanzen sie ihre Geschichten und Gedanken direkt ins Herz.Mad About Lemon präsentieren ihr frisches Programm. Ihr Debutalbum Hunger & Pleasure haben Mad About Lemon 2022 veröffentlicht. 2024 erschien Snow From Yesterday (Manu Delago ft. Mad About Lemon) für welches der Tiroler Komponist und Perkussionist Manu Delago das Vokalensemble ins Boot geholt hat. Von Februar 2024 bis Februar 2025 waren Manu Delago und Mad About Lemon mit diesem Programm auf gemeinsamer Europa Tour. Zurzeit arbeiten Mad About Lemon an ihrem zweiten Album. Einige bisher noch unveröffentlichte Songs gibt es aber schon live zu hören.
Mimi Schmid & Anna Widauer:
Vocals, Ukulele, Bass-Ukulele, Mandoline, Synthesizer,
Gitarre, Glockenspiel, Percussion
Sowohl Gummi als auch Mambas sind in unseren Breitengraden bekanntermaßen nicht endemisch. Exotisch geht es trotzdem zu, wenn die Band ihrer Vorstellung von zeitgenössischem Jazz frönt. Das Trio vollzieht eine geschickte Gratwanderung zwischen freiem Spiel und komponierten Stücken. Elastische Improvisationen arten aus, die Metamorphose hin zu lässigen Grooves wird mit spielerischer Leichtigkeit vollzogen. Vielleicht hilft ja ein Blick in die Musikgeschichte um den Bandnamen zu entschlüsseln: In den 50er Jahren gelang Perez Prado, der bekannt war als der „King of Mambo“, mit dem Trompetensolo „Gummi-Mambo“ ein Welterfolg. Tragischerweise starb er Jahre später an dem Biss einer Mamba. Doch zu dieser Zeit war der Oktaver noch nicht erfunden, den Philipp Ossanna (E-Gitarre, 8vb) einsetzt um dieses Trio um einige Oktaven zu erweitern. Martin Ohrwalder (Trompete, Electronics) betört mit seinen Melodien und Lukas Laimer, vermutlich der wildeste Trommler seiner Zeit, spielt sein Set als gäbe es kein Morgen mehr. Gemeinsam begeben sich die drei Musiker auf die Suche nach dieser wilden Schlange. Ob sie sich rächen können, oder selbst von der Mamba in die Knie gezwungen werden, muss das Publikum selbst herausfinden.
Martin Ohrwalder: Trumpet, Electronics
Lukas Laimer: Drums
Philipp Ossanna: Guitar, Synth, Composition
„Mit „Wanting Machine II“ (Jazzwerkstatt Records) legt Peter Rom ein Album vor, das sich konsequent jenseits vertrauter stilistischer Raster bewegt. Der Wiener Gitarrist – seit vielen Jahren eine prägende Figur der lokalen Szene und Mitinitiator der JazzWerkstatt Wien – öffnet darauf die Tore zu einem ganz eigenen musikalischen Universum. Eines, das seine Geschichte nicht entlang klarer Genregrenzen erzählt, sondern in offenen, ständig in Bewegung befindlichen Klangzuständen. Gemeinsam mit einem hochkarätigen Ensemble – darunter Bassist Manu Mayr, die Schlagzeuger Lukas König und Valentin Duit, Thereministin Khadijah Pamelia Stickney, die beiden Die Strottern-Mitglieder David Müller und Klemens Lendl sowie Vincent Pongracz an der Klarinette, Matthew Halpin am Altsaxofon und an der Flöte und Benny Omerzell am Piano – entwickelt Rom einen Sound, der auf Reduktion setzt und gerade daraus seine besondere Intensität bezieht. In den grosszügig angelegten Freiräumen dieser Musik verdichten sich Stimmungen, einzelne Töne erhalten Gewicht, kleine Verschiebungen entfalten große Wirkung. Die Stücke wirken dabei wie fragile Konstruktionen, deren Form sich im Verlauf des Hörens immer wieder verändert. Roms Gitarre fungiert zwar als zentraler Bezugspunkt, tritt jedoch selten als klassisches Soloinstrument hervor. Vielmehr fügt sie sich in ein vielschichtiges Geflecht aus Linien, Geräuschen und rhythmischen Fragmenten ein, das aus unterschiedlichsten instrumentalen Farben gespeist wird. Gerade diese ungewöhnliche Klangpalette prägt den eigenständigen Charakter des Albums. Neben Bass und Schlagzeug treten Instrumente auf, die im Jazzkontext eher selten anzutreffen sind. Theremin oder singende Säge erweitern das Spektrum ebenso wie verfremdete Bläser- und Streicherklänge. Durch besondere Spieltechniken, Effekte und klangliche Bearbeitungen verschwimmen die Grenzen zwischen den einzelnen Instrumenten dabei immer wieder. Musikalisch bewegt sich „Wanting Machine II“ in einem schwebenden Zwischenbereich aus Komposition und freiem Spiel. Ausgefallene Klangexperimente treffen auf eigenwillige Schlagzeug-Grooves, auf verträumte, leicht neben der Spur liegende Laid-back-Passagen und auf Momente beinahe hypnotischer Ruhe. Dann wiederum verdichten sich die Strukturen plötzlich zu nervösen rhythmischen Feldern oder nehmen einen leicht rockigen Zug an. DieseWechsel zwischen offener Klangfläche und energiereicher Verdichtung verleihen der Musik eine eigentümliche Spannung. So entsteht mit „Wanting Machine II“ ein Werk, das bewusst eigene Wege geht und sich klassischen Stildefinitionen entzieht. Es ist eine Musik, die weniger auf unmittelbare Eingängigkeit zielt als auf eine besondere Form des Hörens – und gerade dadurch einen eigenwilligen, atmosphärisch dichten Klangkosmos eröffnet, der lange nachwirkt.“ – Mica.at, Michael Ternai 11.3. 2026
Peter Rom: Guitar
Matthew Halpin: Sax
Manu Mayr: Bass
Lukas König: Drums
Faszinierend und glockenhell sind ihre Stimmen. Unverkennbar der archaische Gesangsstil – aus lokaler Tradition gewachsen. Ein einzigartiger Chor mit 24 weiblichen Stimmen – Das Mysterium

Faszinierend und glockenhell sind ihre Stimmen. Unverkennbar der archaische Gesangsstil – aus lokaler Tradition gewachsen. Die Rede ist von einem einzigartigen Chor mit 24 weiblichen Stimmen: The Bulgarian Voices Angelite.
The Bulgarian Voices – Angelite bestehen aus 24 Sängerinnen aus allen Teilen Bulgariens, die in traditioneller Musik ausgebildet sind, aber auch reiche Erfahrungen mit der westlichen Kunstmusik haben. Sie können Klangfarben und Stimmtechniken aus der Volksmusik mit den manchmal sehr komplexen musikalischen Strukturen der neuen Kompositionen verbinden. So ist es oft schwierig zu bestimmen, ob es sich eigentlich um einen klassischen Chor oder um einen Volkschor handelt: vielleicht sind die Sängerinnen mehr als die Summe beider Traditionen. Ihre Konzerttourneen führten sie in die USA, nach Mexiko, Japan, Indien, in nahezu alle Nord-, Mittel- und Südeuropäische und viele osteuropäische Länder.
Kehlig-klare Stimmen und feinste Schwingungen im Zusammenklang von kleinen musikalischen Intervallen machen den Sound des Chores aus. Niemand, der diesen Chor jemals live erlebt hat, kann sich dem Bann entziehen – den Zauber dieser Stimmen vergessen.
Von Newsweek bis zu großen Unterhaltungsshows im Fernsehen, von zwei Grammy Nominierungen bis zu hunderten von Konzerten, vor allem in Europa und Amerika, absolvierte der Chor ein Programm, das man als sensationell bezeichnen konnte.
Flinke Finger, flinke Finger,
jede Hand hat fünf so Dinger.
Können kitzeln, können bohren
in der Nase, in den Ohren.
Können drücken, können tupfen,
können dich ganz sachte zupfen.
Können zeigen, können tippen,
können kratzen, können schnippen.
Können klopfen, können kneifen,
und man braucht sie immerzu,
um das Leben zu begreifen.