MÖGEN HÄTT ICH SCHON WOLLEN
aber dürfen hab ich mich nicht getraut
Dirk Stermann zeigt im Treibhaus Turm sein neues Programm, und nimmt uns mit in den Speisewagen des "IC Österreich". Wieviele Weiße Spritzer sich auf der Reise bis Amstetten ausgehen, darf man selber zählen..

„Stermann singt“ sollte sein neues Programm heißen, denn Stermann hat bei seinem ersten, preisgekrönten Soloprogramm ein paar Songs gesungen und er sieht sich seitdem in der Tradition von Lady Gaga und Roland Kaiser. Seine Agentur aber hat „Stermann sinkt“ auf die Plakate drucken lassen, weil sie sein Gesangstalent eher an die Titanic erinnert. Wütend fährt der Künstler mit dem Zug zu seinem ersten Auftritt. Seine Wahlheimat Österreich zieht am Fenster an ihm vorbei und sein potentielles Publikum sitzt mit ihm im Speisewagen des „IC Österreich“. Und wenn die ÖBB selbst zu sprechen beginnt, hatte man entweder zu viele Spritzer oder man sitzt in Stermanns neuem Programm.
(* 1965 in Duisburg) ist ein deutscher Kabarettist, Autor, Radio- und Fernsehmoderator, der seit 1987 in Wien lebt und eine zentrale Figur der österreichischen Medienlandschaft ist, bekannt durch die ORF-Late-Night-Show "Willkommen Österreich" mit Christoph Grissemann sowie durch seine Soloprogramme und Bücher. Er ist ein erfolgreicher Satiriker, der sich als "deutscher Piefke in Österreich" positioniert und für seine bissige, aber sympathische Art geschätzt wird.

"Freitas lässt die Tasten tanzen und klappern, als ob die Noten aneinander abprallen und dabei Energie und Schwung aus dem Schwarm um sie herum aufnehmen würden.« NY Times

Amaro Freitas piano
Sidiel Vieira double bass
Rodrigo Braz drums
Von den Slums von Recife im Nordosten Brasiliens zur internationalen Jazz-Ikone: Amaro Freitas hat unermüdlich daran gearbeitet, der Künstler zu werden, der er heute ist. Mit seinem Debütalbum Sangue Negro (2016) erregte er internationale Aufmerksamkeit für seine „einzigartige Herangehensweise an die Klaviatur“ (Downbeat) und wurde von der Presse gefeiert. Nach Rasif (2018) folgte Sankofa (2021), ein spiritueller Ausflug in die vergessenen Geschichten und inspirierenden Persönlichkeiten des schwarzen Brasiliens. Mit Y’Y (2024) setzt er diese Reise fort.
Y’Y entstand aus Freitas’ Zeit im Amazonas 2020, wo er tief in die Natur und die Sateré Mawé-Indigenen-Gemeinschaft eintauchte. In Manaus, etwa 4600 Kilometer von seinem Heimatort Recife entfernt, schuf er ein Album, das den Amazonaswald und die Flüsse Nordbrasiliens ehrt. Es ist ein Aufruf, die Natur zu respektieren und zu schützen, und eine Mahnung, sich der Auswirkungen unserer modernen Lebensweise auf das ökologische Gleichgewicht bewusst zu werden. Die Musik reflektiert die komplexe Beziehung zwischen Mensch und Natur und unterstreicht die Bedeutung indigener Weisheiten für die heutige Zeit.
Während die erste Seite von Y’Y die Verbindung zur Erde und den Ahnen ausdrückt, zeigt die zweite Seite die Verbindungen innerhalb der globalen Black Avant-Garde-Community. Shabaka Hutchings kommt aus der lebendigen Szene Londons, Brandee Younger aus New York, Aniel Someillan hat kubanische Wurzeln, und Jeff Parker sowie Hamid Drake sind Teil der avantgardistischen Musikszene Chicagos. Das Album vereint diese Traditionen mit den einzigartigen Klängen und Ritualen der afro-brasilianischen und indigenen Kulturen. Mit Y’Y festigt Freitas seine „dekolonialisierte“ Sicht auf brasilianische Musik und öffnet neue Perspektiven.
Amaro Freitas stammt aus der Küstenstadt Recife im Nordosten Brasiliens und kam dort mit einer Vielzahl von Musiktraditionen in Berührung. Freitas, der jahrelang kein eigenes Klavier besaß und auf imaginären Tasten übte, wurde zu einem der gefragtesten Pianist:innen seiner Heimatstadt und schließlich ganz Brasiliens. Seither trat er bei den renommiertesten Jazz-Festivals weltweit auf, darunter North Sea Jazz, Montreux Jazz, Pori Jazz und Nancy Jazz Pulsations. on den Slums von Recife im Nordosten Brasiliens zur internationalen Jazz-Ikone: Amaro Freitas hat unermüdlich daran gearbeitet, der Künstler zu werden, der er heute ist. Mit seinem Debütalbum Sangue Negro (2016) erregte er internationale Aufmerksamkeit für seine „einzigartige Herangehensweise an die Klaviatur“ (Downbeat) und wurde von der Presse gefeiert. Nach Rasif (2018) folgte Sankofa (2021), ein spiritueller Ausflug in die vergessenen Geschichten und inspirierenden Persönlichkeiten des schwarzen Brasiliens. Mit Y’Y (2024) setzt er diese Reise fort.
Siebzehn Worte schreibe ich
auf dies leere Blatt,
acht hab' ich bereits vertan,
jetzt schon sechzehn und
es hat alles längst mehr keinen Sinn,
ich schreibe lieber dreißig hin:
dreißig.