treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

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ANA MOURA

Para Alem Da Saudade. Fado. Portugal

Zuhörer und Kritiker liegen ihr gleichermaßen zu Füßen. Völlig zurecht! möchte man sagen, sobald man Ana Mouras aktuelles Album gehört hat. So ähnlich muss es wohl auch den vier Rolling Stones ergangen sein, als sie sich gemeinsam in der berühmten „Casa do Fado“ in der Altstadt Lissabons einfanden, um dem Konzert der wahrscheinlich sinnlichsten Sängerin Portugals beizuwohnen. Ana Mouras traurige, rauchige Stimme, ihre einnehmende Natürlichkeit und ihre unzweifelhafte Schönheit dürften nicht zuletzt ausschlaggebend gewesen sein für das Angebot der legendären Rockband, am nächsten Tag auf ihrer große Konzertbühne im Stadion von Lissabon ein Duett mit Mick Jagger zu singen. Von diesem großartigen Erlebnis erzählt Ana Moura immer wieder gern. Dabei ist sie in ihren jungen Jahren schon in vielen renommierten Sälen in der ganzen Welt aufgetreten, z.b. in der Carnegie Hall in New York und im Concertgebouw in Amsterdam (nicht nur in Portugal, auch in Holland ist sie ein Star!) - um ersten Mal kommt sie nach Österreich.

Saudade ist eine spezifisch portugiesische Form des Weltschmerzes. Der musikalische Ausdruck der Saudade ist der Fado. Wie beim Blues handeln die Texte meist von unglücklicher Liebe, sozialen Missständen oder eben einem allgemeinen Weltschmerz. Wie amerikanischer Blues, argentinischer Tango und griechische Rembetika entstand auch der Fado in den Armenvierteln der Städte.
Ana Moura ist der jung-Star am portugiesischen Fado-Himmel, hat sich in kurzer Zeit einen ausgezeichneten Ruf als Fado-Sängerin erarbeitet. Sie entstammt einer musikalischen Familie aus Santarém in Portugal, wollte zunächst Rocksängerin werden, fühlte aber schon als Teenager den Fado in sich.


Ana Moura (1979) ist die jüngste Fado-Sängerin, die für den Dutch Edison Award nominiert wurde. In diesem Alter ist allein das schon ein großer Erfolg. Derzeit reist die Künstlerin um die Welt und löst mit ihren Auftritten Begeisterung und Bewunderung beim Publikum aus. Ana Moura hat wahrlich eine begnadete Stimme (Alt), die farbig und tief zur gleichen Zeit ist. Ihre Auftritte sind reines Fado - ohne Dramatik oder Übertreibung. Durch ihre authentische und dennoch simple Interpretation des Fado haben sich ihr weltweit viele Türen geöffnet. Es fällt sehr schwer, sich nicht in ihre überwältigende Stimme zu verlieben…

Auch in der internationalen Musikwelt wird Ana Moura von ihren Künstlerkollegen geschätzt. Im August 2007 nahm sie am Rolling Stones Project von Tim Ries teil, Keyboarder und Saxophonist der Rolling Stones. Sie versah die Rolling Stones Stücke "No expectations" und "Brown sugar" mit Fado-Arrangements, wobei sie am Schlagzeug von dem einzigartigen Charley Watts begleitet wurde.

DIE ALTEN MÄNNER UND DIE GUTE FEE

Es muss ein bemerkenswerter Abend gewesen sein in jener Sommernacht in Lissabon!
Wie sich die vier Rolling Stones und ihr Tross in ihren Limousinen durch den chaotischen Einbahnstraßenverkehr der Metropole am Tejo-Fluss bugsieren ließen und irgendwann doch aussteigen mussten, weil die Treppen in Alfama, der Altstadt Lissabons, selbst für sie nicht anders zu bewältigen waren. Und wie sie sich dann im Kellergewölbe der berühmten Casa Do Fado einfanden, alle vier gleichzeitig am selben Ort, um gemeinsam zu Abend zu essen, Portwein zu trinken und Fado zu hören. Und Mick und Keith sogar miteinander spra-chen. „Ja“, sagt Ana Moura lachend, „man sagte mir, dass es ein Ereignis gewesen sei, dass alle vier zu meinem Konzert kamen, weil sie privat schon lange keinen Abend mehr zusammen verbracht hätten.“ In Japan, so schildert Ana Moura die Ursprünge der Begegnung, seien die Stones auf ihre Alben gestoßen und hätten sie zu ihrem „Rolling-Stones- Project“ eingeladen, um – wie zuvor schon Norah Jones und Sheryl Crow – alte Stones-Klassiker neu einzuspielen. „Die Session war toll“, sagt Ana Moura. „Denn wir nahmen nicht wie für gewöhnlich ein Instrument nach dem anderen auf, sondern saßen alle im Kreis, spielten und sangen. Charlie Watts nahm auf, Mick spielte Harmonica.“ Folglich standen in Alfama neben traditionellen Fados auch die von einer portugiesischen Gitarre begleiteten Stones-Nummern „Brown Sugar“ und „New Expectations“ auf dem Programm. Den alten Herren muss es gefallen haben. Am nächsten Tag wandelten sie eine Konzert-Einladung an Ana Moura ins Alvalade-Stadion kurzerhand in eine Einladung zum Mitspielen um. „Das geschah dann, ohne wirklich zu proben. Was habe ich gelitten. Und was war ich glücklich.“ Es fällt nicht schwer, den Zauber nachzuvollziehen, den die feenhafte und trotz ihrer künstlerischen Selbstsicherheit fast mädchenhaft zurückhaltende Schönheit auf die Rockeminenzen ausgeübt haben mag. Auch auf „Para Além Da Saudade“, ihrem dritten und wieder von Jorge Fernando („Boa Noite Solidâo“) produzierten Album, betört die Frau aus Santarém mit ihrem weich aufgerauten Gesang und eleganten Fado-Interpretationen im klassischen Stil. Kein Wunder, dass da selbst alte Steine erweichen.

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Ana wurde in Santarem als Kind portugiesisch-angolesischer Eltern geboren. Santarem, die Hauptstadt der Ribatejo-Provinz, liegt im Landesinneren Portugals am Fluss Tejo, nordöstlich von Lissabon. Aufgewachsen ist Ana in Cercevelhos, einem Dorf nahe Lissabon.

Auch ihre Familie ist sehr Musik begeistert, weshalb es nicht verwundert, dass auch Ana von allen Musikstilen sehr fasziniert ist. Ihr Herz hat sie allerdings an die Fado-Musik verloren. Ihre Karriere begann in dem bekannten Fado-Haus "Senor do Vinho" in Lissabon, wo sie von dessen Eigentümerin Maria da Fe entdeckt wurde. Mit dem berühmten Fado-Produzenten Jorge Fernando nahm sie ihre bereits ihre ersten beiden Alben "Guarda-me a vida na mao" und „Acenteceu" auf. 2007 erschien ihr aktuelles Album „Para além da saudade“, mit dem sie erfolgreich tourt.


Saudade ist eine spezifisch portugiesische Form des Weltschmerzes. Der musikalische Ausdruck der Saudade ist der Fado. Wie beim Blues handeln die Texte meist von unglücklicher Liebe, sozialen Missständen oder eben einem allgemeinen Weltschmerz. Wie amerikanischer Blues, argentinischer Tango und griechische Rembetika entstand auch der Fado in den Armenvierteln der Städte.

Ana Moura hat sich in kurzer Zeit einen ausgezeichneten Ruf als Fado-Sängerin erarbeitet. Sie entstammt einer musikalischen Familie aus Santarém in Portugal und wollte zunächst Rocksängerin werden, fühlte aber schon als Teenager den Fado in sich.

Ihr CD-Debüt mit dem Namen “Guarda-Me A Vida Na Mão” veröffentlichte sie 2004. Zwei Jahre später folgte “Aconteceu” (nominiert für einen Edison Award, dem niederländischen Äquivalent zum Grammy). Durch ihre Alben und mit zahlreichen Konzerten in Europa und den USA gewann sie eine immer größere Fangemeinde für sich.

Auf “Para Além da Saudade”, ihrem dritten Album bei World Village, hat Ana Moura ihre anhaltende kreative Partnerschaft mit Jorge Fernando vertieft. Er hat an Musik und Texten mitgearbeitet. Hier interpretiert sie Stücke von Custódio Castelo, einem bekannten Arrangeur und Gitarrenvirtuosen sowie einer Reihe anderer verehrter Songschreiber. Weitere bekannte Mitwirkende sind der mit dem Grammy ausgezeichnete Saxophonist Tim Ries und der spanische Sänger und Schauspieler Patxi Andión.
Mitte Oktober 2009 ist in Portugal das neue Album Leva-me aus fados erschienen und stieg (vor Madonna und Shakira) auf Platz 2 der Charts ein. Viele Kritiker halten es für das bisher beste Album Ana Moura’s. Es wird im Frühjahr in Mitteleuropa erscheinen.

Live präsentiert sich Ana Moura mit einem hervorragenden, klassisch akustischen Gitarren-Trio. Die Tournee zum neuen Album findet im März statt, und dafür wie auch für weitere Konzerte in 2010 erwarten wir freudig eure Anfragen!

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Mit ihrer ausdrucksstarken Stimme läßt sie die Leidenschaft und den Schmerz des Fado lebendig werden. Ohne die Worte zu verstehen, weiß man wovon die Lieder handeln: Schmerz, Liebe, Trauer, Verrat.