treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

Spielplatz am Volksgarten. Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck. Geöffnet täglich von 10 bis 1

45 jahre kulturarbeit im gebirge. 40 jahre treibhaus. 35 jahre theater im turm

für fast alle veranstaltungen im feierlichen herbst gilt: jede/r entscheidet solidarisch selber, wieviel er/sie beitragen kann. das treibhaus verläßt sich auf die großzügigkeit seines publikums • SPENDENKONTO: IBAN:AT752050303352791960 • spenden kann man auch in den opferstock beim eingang, in den klingelbeutel oder am besten gleich beim reservieren der sitzplätze auf www.treibhaus.at, denn was du heute kannst besorgen.. // die veranstaltungen finden bis ende oktober im treibhaus-garten statt. wenns unter 12 grad hat, übersiedeln sie in den turm & bleiben ab november dort / einlaß in garten & turm ist eine stunde vor veranstaltungsbeginn. // restkarten gibts eine halbe stunde vor beginn der veranstaltung / es gelten die corona 3G regeln, sowie abstand halten, am zugewiesenen sitzplatz bleiben - und: hände waschen nicht vergessen...

HUBERTUS ZORELL

Mein Freund Orest

Keine Frage: der Freispruch für Orest war damals ein Skandal und blieb seither eine offene Wunde. Jemanden straffrei zu stellen, der erwiesenermaßen seine eigene Mutter umgebracht hat – und zwar nicht etwa im Affekt, sondern vorsätzlich und geplant – das hinterlässt keine gute Optik.
Nun hat man sich, wenn auch spät, entschlossen, die Sache in Begutachtung zu nehmen. Zwar waren nicht alle relevanten Zeugen zur Aussage zu bewegen. Immerhin ist aber Pylades – bester Freund und langjähriger Begleiter Orests – bereit, seine Sicht der Dinge darzulegen. Er erweist sich als Mann mit gutem Gedächtnis, aber mit äußerst eigenwilligen  Meinungen zu den umstrittenen Ereignissen.

Nach „Faust“ und „Blumen, nass von Blut. Das Nibelungenlied“ widmet sich nun Hubertus Zorell – „von begeistertem Publikum beeideter Dolmetscher für klassische Texte“ (Kurier, 2007) - der Orestie des Dichters Aischylos. Diese ist die einzige, erhaltene antike griechische Trilogie. Bei der Erstaufführung zu den Dionysien im Jahre 458 v. Chr. in Athen gewann die Orestie den Siegerpreis.

Stück und Spiel: Hubertus Zorell, Wien

Regie: Norman Taylor
Bühne: Jo Lewis
Produktionsleitung: Beate Sauer


Hubertus Zorell -
Er interessiert sich für fast alles, außer für Buchhaltung und Fernsehse­rien. Zu­erst kom­men seine Frau und seine vier Kinder und dann gleich das Theater, vor al­lem Er­zähl- und Clownthe­ater, weil es da viel zu erfahren und zu lachen gibt, und weil er die Leute, die so etwas machen, meistens gern mag. Also spielt er, macht Regie, erzählt, schreibt, küm­mert sich als künstlerische Leiter um die Clinic­lowns Ober­österreich, gibt Workshops und Seminare und so weiter, und das Tolle ist, dass er seit mittlerweile Jahr­zehn­ten, von sol­chen Dingen – nicht gerade üppig, aber immerhin – leben kann. Das wa­ren jetzt schon drei Sätze, und mehr als vier sollen es nicht werden, also: Manchmal tut ihn ir­gendwas weh, aber im Großen und Ganzen, ist er vom Leben ganz hingerissen. (Theatermacher: Erzähltheater (Nibelungenlied, Faust, Orest, Märchen…), Clownerie (Sommerakademie Graz, Workshops in Wien…), Spieler, Schreiber, Regisseur, Theaterpädagoge. Schwerpunkt Wien, unter­wegs in Ös­terreich, im deutschen Sprachraum und darüber hinaus.