treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

Spielplatz am Volksgarten. Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck. Geöffnet alltäglich von 16:00 bis Sperrstund ist.

HARRI STOJKA - VOODOO CHILD. salut to JIMI HENDRIX. verneigung

Unkaputtbar? Schwer zu sagen, aber seine Finger flitzen seit gut 50 Jahren über die mindestens 6 Saiten. Er ist nicht festgelegt, spielte mit indischen Musikern, mit Gypsies und es gibt sogar ein Album mit Songs der Beatles von ihm. Jetzt, 50 Jahre nach Jimi Hendrix‘ Tod, wagt sich HARRI STOJKA an „Salut to Jimi Hendrix“. 10 Songs aus dem Schaffen der Legende plus 4 eigene Schöpfungen. Den Bass spielt er ebenfalls, Hilfe gibt es nur von Trommler Sigi Meier. Die Hendrix Tracks kennen wir alten Säcke im Grunde auswendig, für junge Menschen ist diese Musik wahrscheinlich so weit weg, wie der Mond. Nichtsdestotrotz stürzt sich Harri mit Leib und Seele in diese Klassiker, gewinnt manchen Riffs eine neue Seite ab, ist in Sound, Technik und Geräuschentwicklung ähnlich kreativ wie das Vorbild, spielt aber die Gitarre einer anderen Marke. Kenner werden es sofort hören, einfach nur Musikbegeisterte beeindruckt Harri durch seine Spielfreude und die virtuosen handwerklichen Fähigkeiten.
Muss Mann lange für üben.
Frau auch.

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Vom Rockjazz weiter zum Bebop, zu Modern Jazz und Gipsy-Sound – und retour: Harri Stojka, österreichischer Gitarren-Virtuose mit legendärer stilistischer Bandbreite, dreht jetzt mit Verve am Rad der Zeit und befeuert seine frühe Phase mit neuer Energie. 
Harri Stojka ist in verschiedenen musikalischen Genres beheimatet. Harri Stojka der niemals ausgrenzt, sondern seine Musik zu einem von allen Seiten „runden“ Klangerlebnis ergänzt. Harri Stojka – wird bei seinen aufregenden Kompositionen durch die Dynamik langer, schneller Läufe an der Gitarre und lustvoll-kreativen Improvisationen bereichert.
Rockjazz, „modern“ wie nie. Harri Stojka schließt quasi einen Kreis, dessen Ausgangspunkt (genau genommen) lang vor der Geburt des Meister-Gitarristen liegt: Es war Anfang der 1940er Jahre, als Bebop den Swing als Hauptrichtung des Jazz ablöste, mehr rhythmische Freiheit, schnelle Tempi, komplexe Harmonien und Improvisationen auf langen, formalen Strecken zuließ. Ein Stil, der den 1957 in Wien geborenen Musiker Harri Stojka vor allem zwischen 1980 und 1990 ungeheuer faszinierte, ehe er – inzwischen längst auch mit Rock-Produktionen bekannt – den Sinti Swing (auch „Gipsy Jazz“) für sich entdeckte und sich nun wieder mehr dem Rockjazz Gitarrensound widmet. Stojkas erste Rockjazz Produktion (die LP „off the bone“, bei Warner Music) erschien 1980. Jetzt, genau 40 Jahre später, beweist der Künstler wie intensiv und superb ein musikalischer Ausflug „zurück in die Zukunft“ ausfallen kann.
Harri Stojka „rockt“ den Jazz: Eine glitzernde, virtuose Zeitreise mit Blick nach vorn, die Genre-Grenzen bricht und Musik-Liebhaber ebenso wie Kenner in ihren Bann schlägt. Harri Stojka veröffentlichte vor einem Jahr sein neues Album „psycho guitar“ - Jazzrock mit rhythmischer Freiheit, highspeed Tempi, komplexe Harmonien, Improvisationen auf langen, formalen Strecken, verrückte Solistik, die aus der 12-Tonmusik kommt, gespielt auf seiner legendären Gibson Les Paul Goldtop Bj. 1969.
Wuchtig bis atonal und stets phänomenal virtuos. (Werner Rosenberger)

Schon sein „Tribute to The Beatles“ geriet zur exquisiten Hommage an musikalische Genies, denen der österreichische Gitarren-Virtuose damit auf elegante, erfrischend neue Art Respekt zollte. Denn Kopien und bloße Cover-Versionen sind seine Sache nicht: Harri Stojka, selbst international gefragter Meister seines Instruments, würdigt die Helden seiner Jugend lieber in persönlichen, fantasievoll glitzernden Tönen. Jetzt ist es Jimi Hendrix, dem der 1957 in Wien geborene Künstler ein neues Werk widmet. Eines, das sich gekonnt und höchst emotional vorm exzentrischen Spiel des „Gitarren-Gottes“ aus den USA verneigt – mit der CD „Salute to Jimi“, die einmal mehr Stojkas eigenes, außergewöhnliches Können demonstriert.
Als Harri Stojka zum ersten Mal Hendrix hörte, war er gerade mal zehn Jahre alt. Nur drei Jahre später begeisterte er selbst bereits ein rasant wachsendes Publikum. Die beeindruckende Karriere des einer Lovara-Rom-Dynastie entstammenden Ausnahme-Künstlers begann just im selben Jahr, in dem der Mann, der ihn mit „Hey Joe“ zutiefst beeindruckt hatte, in einem Londoner Hotel verstarb.
„Jimi Hendrix ist der Erfinder der Psychedelic Acid Rock Gitarre. Ich war sofort fasziniert von seinem expressiven Spiel“, schildert Stojka heute. Und er betont: „Das Trio Jimi Hendrix, Noel Redding und Mitch Mitchell schrieb Musikgeschichte. Jimi entlockte der Gitarre nie zuvor gehörte Töne. Die Musik als Ganzes ist und war für mich immer eine Reflexion der Großstadt und ihrer Hektik. Hendrix‘ laszive Stimme und ihre unglaubliche Coolness bringen jedoch überraschende Ruhe in dieses, Hexengebräu‘ – dies beweist, dass auch die unruhigste Musik Ruhe ausstrahlen kann“.

Eine Tatsache, die sich auch mit vielen von Stojkas eigenen Kompositionen perfekt belegen lässt. Wenn auch in unterschiedlichsten Stilen – von JazzRock, Modern Jazz und Gipsy-Sound bis Weltmusik – erfolgreich: Wie früher Hendrix, bleibt sich Harri Stojka mit jeder Note treu. Lässt mit virtuoser Kraft und Spielfreude die Saiten exakt jene Töne hervorbringen, die Tempo und Rhythmus seiner musikalischen Gefühlswelt spiegeln.
Entsprechend liefert auch „Salute to Jimi“ famos mitreißenden Hörgenuss, der erinnert, ehrt – und trotzdem zeitgleich „absolutely Harri Stojka“ ist. Denn was Stojka ausmacht, ist nicht allein sein grandioses Spiel. Es ist das Herz des Vollblut-Musikers, das jeden Ton auf seine ganz spezielle Art befeuert.Nur logisch also, dass auch Stojkas kraftvolle Verneigung vor Jimi Hendrix in keinem Punkt Kopie-Verdacht erweckt. Der inzwischen mehrfach live präsentierte, kleine Vorgeschmack in Form von Harri Stojkas Version des Hendrix-Titels „Voodoo Child“ stieß auf begeistere Publikumsreaktionen.
Die neue CD verspricht nicht minder aufregenden Sound. Wie auch die Live-Konzerte. Wobei, bei allem Respekt vorm großen Jimi: Auf die Idee, seine geliebte Gibson Les Paul Goldtop (Baujahr 1968) auf der Bühne zu verbrennen, käme Harri Stojka nie. Das Ekstatische seiner Auftritte tritt ausschließlich durch Musik zutage. Ohne Zerstörung, dafür aber zur Freude seines Publikums.

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