treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

Spielplatz am Volksgarten. Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck. Geöffnet täglich von 10 bis 1

FERNWEH: DIE WELTREISE iM TREIBHAUSGARTEN & DER EINTRiTT IST FREI & WILLIG.

der Eintritt zu den wunderbaren Konzerten an der frischen Luft im TreibhausGarten - Jeder/r entscheidet selbst, wieviel er/sie/es beitragen kann. Wir vertrauen da auf die Solidarität unseres Publikums mit den Künstlern, dem Treibhaus und denen, die es finanziell nicht so leicht haben. Daneben gibts - welch Freude - wieder den Treibhaus-Pass - der gilt für (fast) alle Konzerte im TreibhausGarten. Für Feinspitze reservieren wir für eine MindestSpende einen Platz im Gelände mit Sicht auf die Bühne - mit Handtuch wie am Strand von Jesolo....

CHICO TRUJiLLO // Nueva Cumbia Chilena :: CHILE // FERNWEH :: OPEN AIR • GARTEN

Cumbia ist die Musik der Stunde. Auf allen Fetsivals kündigten sich diesen Sommer Konzerte von südamerikanischen Bands an. Ursprünglich aus Kolumbien stammend, kombiniert das Genre afrikanische Rhythmen mit iberischen Melodien, die zumeist von Flöten gespielt werden. Auch im Nueva Cumbia Chilena (Neuer chilenischer Cumbia) von Chico Trujillo spielen Flötensoli eine Rolle. Hauptsächlich jedoch ist das Ensemble wie eine Big Band aufgebaut, mit starker Perkussion und noch viel stärkeren Bläsern, die ihre Instrumente bis aufs Äußerste geradezu mal­trätieren, so einen unglaublich dichten Klang erzeugen und dabei noch die Kraft finden, unentwegt das Publikum zu animieren.

Die Interaktion zwischen Band und Zuhörern scheint ohnehin Teil des Programms zu sein. Das Publikum reagiert jubelnd bis ekstatisch auf die wilden Tempi-Wechsel, den ruckartigen Übergang zwischen den einzelnen Hits und dem Treiben von Echos und Loops. Auch an Witz fehlt es nicht. So streuen Chico Trujillo plötzlich die unverkennbare Melodie von Kaomas "Lambada" ein. Zwischen all der Gute-Laune-Musik schwingt auch ein Stück Wehmut mit. Diese ist vor allem in der Stimme von Sänger Aldo Asenjo auszumachen, der mit seinem dichten grauen Bart fast wie ein südamerikanischer Revoluzzer aussieht. Allein, von Revolution, nein, von Diktatur hat Chile genug. Es hat lange gedauert, bis sich das Land vom Pinochet-Regime erholt hat. Auch Chico Trujillo haben ihren Anteil daran geleistet, indem sie die Musik der Prä-Pinochet-Zeit wiederaufleben ließen – und damit in ihrer Heimat ganze Stadien füllen.


In Chile kennt sie fast jeder: Chico Trujillo haben in ihrem Heimatland bereits mehr als eine halbe Million Fans von der eigenen Musik überzeugt und in ihren Bann gezogen. Die Band füllt jedoch nicht nur zu Hause ganze Stadien, sondern hat sich in den letzten Jahren neben Lateinamerika auch in den USA und Europa stark etabliert. Hier gelten sie als „Latin Gogol Bordello", und die New York Times nannte sie eine "world class party band". Seit Jahren sind Chico Trujillo regelmäßig in ganz Europa auf Tour und haben sich im deutschsprachigen Raum durch ihre sehr tanzbare Musik und ihre mitreißende Bühnenprasenz ein großes Publikum erspielt. Diese Chilenen sind bekannt für ihren alternativen Charakter, ihre Neugier und ihre sympatische Bodenständigkeit.

Die Musik des elfköpfigen Orchesters, die "Nueva Cumbia Chilena“, besteht aus verschiedenen Stilen wie Cumbia, Bolero, Rumba mit vielen andinen Elementen (sogar die Panflöte kommt zum Einsatz) und einem Mix aus Rock, Reggae und Ska. 
Die bestens eingespielte Rhythmusgruppe macht ordentlich Druck und die große Bläsersektion heizt ordentlich ein. Und vorne steht mit Volksheld Macha ein Dompteur und ausdrucksstarker Sänger, der mühelos zwischen Hymnen zum Mitsingen, schnellem Sprechgesang und feinfühligen Balladen wechselt.
Chico Trujillo zeichnen sich durch exzellente musikalische Qualität und Vielseitigkeit aus. Mit ihrer Musik ist aber vor allem eins vorprogrammiert: Gute Laune!

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