Das zeitlose Meisterwerk des Literaturnobelpreisttägers Heinrich Böll als schonungslose Mediensatire in einer Österreich-Bearbeitung von Hannes Pendl – Uraufführung im Treibhaus

Wie Gewalt entsteht und wohin sie führen kann, zeigt die systematische Zerstörung einer bis dato unbescholtenen jungen Frau durch korrupte Boulevardmedien und Politik, welche Ermittlungen beeinflussen und alternative Wahrheiten schaffen.
Katharina Blum lernt auf einer Karnevalsparty zu Ten Years After, Jimmy Hendrix u. Elvis Presley ihre große Liebe kennen, als sie am nächsten Morgen aus ihrer Wohnung gerissen zum Verhör gebracht wird. Ihre Bekanntschaft ist ein gesuchter Bankräuber und Bandit, sie ab sofort ein Gangsterflittchen und eine Mörderbraut.
Doch Blum begehrt auf gegen unlautere Verhörmethoden, frauenfeindliche Denunzierungen und aggressiven Revolberblattjournalismus von mit staatlich Inseraten gefütterten multimedialen Medienhäusern.
Schauspieler und Regisseur Hannes Pendl nimmt sich nach den deutschsprachigen Erstaufführungen von Rubin Östlunds „Triangle of Sadness“ und Felix Mitterers „Romeo&Julia“ dieses hochaktuellen Stoffes an und bringt ihn mit StudentInnen des Innsbrucker Schauspielstudios ARTEMiS und Tiroler MusikerInnen als Kammerspiel und Medien-Satire in den Treibhaus-Turm, wo er 2022 als Robinson bei der Grünmandl-Erstaufführung „Robinson, Freitag und das Krokodil“ auf der Bühne stand.
„Ähnlichkeiten mit journalistischen Praktiken z.B. von oe24 sind weder beabsichtigt noch zufällig, sondern unvermeidlich“.
Schauspiel:
Kristina Raffolt, Sebastian Aigner, Jacob Bowl, Bettina Hübner, Gertraud Maier, Robert Spindler, Kira Rieder, Natascha Mariacher, Iva Broz, Octavio Robles
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Musik:
Elias Huemer (Piano), Stefan Krimbacher (Akkordeon), Tobias Brunner (Steirische Harmonika), Tamara Scheiber (Gesang)
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Regie, Ausstattung u. Bearbeitung:
Hannes Pendl
