Magdalena Köchl brilliert in Suzie Millers preisgekröntem & mitreißendem Stück über Macht, Gerechtigkeit und die Grenzen des Systems. Regie Leonard Dick, Musik: Anna Buchegger, Produktion: Theater Chronos

Mit: Magdalena Köchl
Regie Leonard Dick
Musik Anna Buchegger
Dramaturgie Cosima Schubert
Bühnenbild: Milena Keller
Kostüm: Celine Walentowski
Eine Produktion von Theater Chronos
Weltweit gefeiertes, mehrfach preisgekröntes Theaterstück:
Australian Writers' Guild Award 2020 / Olivier Awards 2023
Suzie Millers mitreißendes Stück über Macht, Gerechtigkeit und die Grenzen des Systems. Eine junge Anwältin, die das Gesetz verteidigt - bis es sie im Stich lässt. Ein Stück, das tief bewegt und nachhallt.„Ich weiß nur, irgendwo. Irgendwann. Irgendwie. Irgendwas muss sich ändern.“ Entgegen aller Umstände wird aus dem Arbeiterkind Tessa Ensler eine erfolgreiche Strafverteidigerin, die unter anderem Männer vertritt, die wegen sexueller Übergriffe vor Gericht stehen. Sie glaubt an das Gesetz, glaubt an das Rechtssystem und verficht die Unschuldsvermutung. In dubio pro reo. Im Zweifel für den Angeklagten. Dann passiert etwas, was alles, woran sie glaubte, zusammenbrechen lässt. Sie wird zum Opfer. Von der Verteidigerin zur Anklägerin. Sie muss am eigenen Leib erfahren, dass die weibliche Erfahrung sexueller Gewalt nicht in das männlich geprägte Justizsystem passt. „Es steht so viel auf dem Spiel: mein Privatleben, Freunde, die Familie. Meine Karriere. Alles, einfach alles. Das macht mir Angst.“
Magdalena Köchl ist eine Schauspielerin und Sängerin, die derzeit zwischen Berlin und Salzburg lebt. Sie wurde – als Tochter von Anita Köchl & Edi Jäger – in Darmstadt geboren und ist in Salzburg aufgewachsen, wo sie von 2015 bis 2017 beständiger Teil des Jugendensembles am Salzburger Landestheater war. Früh begann sie auch in einigen freien Theaterproduktionen in und um Salzburg herum mitzuwirken, während sie fortlaufend als Sängerin auftritt. 2019 zog sie dann nach New York City, um dort Schauspiel, am Neighborhood Playhouse, School of Theatre im Abschlussjahrgang 2022, zu studieren. Nachdem sie ihr Studium dort mit großem Erfolg absolvierte, kehrte sie nach Europa zurück um hier mit der Produktion *enters with a gun and a dead seagull* durch Österreich, Deutschland, Schweden und Italien zu touren. Inzwischen produziert die junge Schauspielerin bereits ihre dritte, freie Theaterproduktion und steht nun in ihrem ersten Solo als Tessa Ensler in Prima Facie auf der Bühne währen sie unter anderem für Die Liesl von der Post vor der Kamera steht. Sie ist eines der Gründungsmitglieder des Theater Vereins Chronos.
Jahrelang, seit ihrem Jurastudium, hatte die Autorin Suzie Miller die Idee zu PRIMA FACIE*. Aber verwirklichen ließ sie sich erst vor dem Hintergrund der seit 2017 weltweiten #MeToo-Bewegung. Das Stück schlägt eine Brücke zwischen Kunst und sozialem Wandel. Denn noch immer zieht die Anzeige eines sexuellen Verbrechens die Teilnahme an allen Gerichtsterminen nach sich: das Erscheinen bei der Anklage, das Kreuzverhör sowie die öffentliche Berichterstattung in den Medien – was außerordentlichen Mut erfordert. Und der Prozess der Aufarbeitung ist lang und verlangt großes Vertrauen in die Gerechtigkeit des Rechtssystems. Aber verdient dieses System das Vertrauen überhaupt? Oder bringt es Opfer von sexualisierten Übergriffen weiterhin dazu, lieber zu schweigen Wie kann, wie muss sich die Gesellschaft weiterentwickeln, um diesen Bereich zu reformieren?
Suzie Millers aufwühlender Monolog wurde 2019 in Sydney, Australien, uraufgeführt. Am National Theatre in London sahen mehr als 300.000 Zuschauer*innen das Theaterstück live im Kino durch die Ausstrahlung des National Theatres. Ausgezeichnet mit dem Australian Writers’ Guild Award 2020, dem David Williamson Award 2020 und dem Olivier Award 2023.
*Prima Facie: juristischer Fachausdruck für „Anscheinsbeweis“, „bis auf Widerruf“
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Überragende schauspielerische Leistung fesselt von der ersten Minute (Salzburger Nachrichten)
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Standing ovations von einem zutiefst bewegten Publikum (dz salzburg)
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Großartige Schauspielerin. …überwältigende Präsenz wird viele Menschen berühren. Hochachtung den Mut, dieses Stück als junge Frau ausgewählt zu haben. (Zuschauerin)
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Bin sehr beeindruckt, das ist ein Glanzpunkt der Freien Theaterszene seit langem! (Theatermacher Sbg.)
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Eine Sternstunde. Unglaublich!!! Mit welcher Präsenz, Leidenschaft, Kraft, Vielschichtigkeit sich Magdalena Köchl dem Schauspiel hingibt. (Zuschauerin)
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