treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

Spielplatz am Volksgarten. Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck. Geöffnet täglich von 10 bis 1

HADER / DORFER / STER & GRISSEMANN - ENDLICH IM VORVERKAUF

hader on ice war in drei stund ausverkauft. für hader/dorfer: indien am 17. gibts noch karten, für dorfer am 16.12. noch ein paar. maschek's jahresrückblick & manuel rubey gibts ab jetzt. lachen ist der hoffnung letzte waffe.

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Ver-rückte Wahrnehmung

Das Kellertheater eröffnete seine Saison mit einem meisterhaften Stück über Verdacht und Zweifel.
Eines muss man Kellertheater-Chef Manfred Schild lassen: er hat einen überaus guten Riecher für atmosphärisch dichte kammerspielartige Stücke. Und er schaut sich dabei mit Vorliebe auch am internationalen Theaterparkett um. Mit „Zweifel“ von John Patrick Shanley hat er nun erneut ein Stück nach Innsbruck geholt, das sowohl durch seinen Autor als auch durch seine Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte aufhorchen lässt. Denn Shanley ist nicht nur Bühnen- und Drehbuchautor des oscargekrönten Kultfilms „Mondsüchtig“, mit seinem bereits 2004 erschienenen Stück „Zweifel“ wurde er sowohl mit dem Pulitzer-Preis wie mit dem Tony für das beste Theaterstück ausgezeichnet. Und auch die Kinoverfilmung aus dem Jahr 2008, bei der er selbst Regie führte, brachte ihm und seinen Darsteller/innen damals zahlreiche Nominierungen ein.
Damit lag die Latte für Regisseur Fabian Kametz und sein Ensemble schon einigermaßen hoch. Denn wer „Glaubensfrage“ (so der Filmtitel hierzulande) gesehen hat, weiß: Meryl Streep war als Schwester Aloysius nicht nur kaum wieder zu erkennen, sondern einfach zum Fürchten gut. Ganz zu schweigen vom einzigartigen Philip Seymour Hofmann, der im Film Vater Valentin verkörperte. Doch Fabian Kametz läuft gerade bei solchen Vorgaben erfahrungsgemäß zur Bestform auf. Ihm und seinem Ensemble gelingt nicht nur eine verstörend gute, sondern - ich möchte fast meinen – europäische Interpretation dieses Erfolgsstückes. 

Beklemmend, wie er etwa das Ver-rückende und Verrücktmachende des Zweifels (respektive des Verdachts und der Vorverurteilung) sowohl visuell wie akustisch erlebbar macht. Das sexuell oder möglicherweise auch angsthysterisch aufgeladene Zittern, Beben und Verrücken des Mobiliars über eine Videozuspielung lässt einen dabei regelrecht erschaudern. Überaus gelungen auch die radikal überzogenen Kostüme von Amina Daschil, mit denen sie den Darsteller/innen sprichwörtlich unter den Rock blickt. Der sportbegeisterte und auch sonst unkonventionelle Vater Valentin (Johann Nikolussi) trägt etwa unter seiner transparenten Kutte ein Sportoutfit, gleichzeitig verstört sein Anblick durch einen blutroten Lippenstift und lackierte Fingernägel. 
In den erstklassig geschriebenen Dialogen lässt Fabian Kametz seine von Glaubens- und anderen Zwängen indoktrinierten Akteur/innen – allen voran Elke Hartmann als Schulleiterin Schwester Aloysius und Elena Knapp als engagierte Lehrerin Schwester Johanna – zudem fast maschinenhaft rituell interagieren. Angesichts dieser Bastion an vermeintlichen Gewissheiten vermögen freilich weder die Mutter des Jungen Frau Nikolic (Nevena Lukic) noch Vater Valentin irgendetwas zurechtrücken. Denn Schwester Aloysius ist in der Wahl ihrer Mittel nicht gerade zimperlich. Allerdings erscheint ihr dies bei der Verfolgung des Bösen durchaus legitim. Vater Valentin, der bei ihr im Verdacht steht, einen Jungen alkoholisiert und dann sexuell missbraucht zu haben, bleibt also schließlich nur noch die Flucht nach vorne, in eine andere Gemeinde. Und wenn Schwester Aloysius zuletzt über die eigenen Zweifel lamentiert, dann läuft es einem geradezu eiskalt über den Rücken. 

FOTO (Kellertheater): Der Verdacht ist bei ihr längst Gewissheit:
Schwester Aloysius (E. Hartmann) bezichtigt Vater Valentin (J. Nikolussi) des Missbrauchs an einem ihrer Schüler.

BERNARDA ALBA: AM ENDE IST SCHWEIGEN.

Irgendwie scheinen García Lorcas Stücke allesamt von einer längst vergangenen Zeit zu erzählen. Und gerade bei seiner Frauentragödie „Bernarda Albas Haus“ mag man sich hinterher durchaus fragen, welche Relevanz so ein Stück für unsere fast durchwegs…

Die Kleinstädter zue Innsprugg

Die Leobühne zeigt derzeit ein Lustspiel des populärsten Theaterautors der Goethe-Zeit. Diese Stadt ist theatermäßig immer wieder für Überraschungen gut. Wer in diesen Wochen mal etwas tiefer in die deutsche Literaturgeschichte eintauchen und sich dabei vor allem…

SPAMALOT. Nonsens der Extraklasse

Das Wichtigste vorweg: mal abgesehen davon, dass die Bühne sich nicht dreht und etwas breitmaulig wie im Cinemascope-Format präsentiert, an diese neuen Übergangs-Kammerspiele wird man sich schnell gewöhnt haben. Denn schon Außenfassade und Entree wirken auf…

Automatenbewegung. Eindrucksvoller Abgesang.

Mit einer Performance im Freien Theater und im Vierundeinzig läutete der Vorbrenner die Theatersaison ein. Als 3-tägiges Fest der Maschinen haben Andreas Pronegg und Ekehardt Rainalter ihr Programm für den diesjährigen Herbst-Vorbrenner im Freien Theater Innsbruck…

cclibera. telfs. die erste. ‚fliegende hitzen’.

ja, es ist sommer. mit zuweilen sogar treibhaushitzen. die nächste rollt grad wieder an. da pausiert die weltstadt. zumindest im theaterbereich. dafür ist jetzt die renommierte kulturhochburg dran. nein, das soll fürwahr keine verunglimpfung sein. so was fiele mit verlaub weder der…