treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

Spielplatz am Volksgarten. Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck. Geöffnet täglich von 10 bis 1

3. INNSBRUCKER WINTERSPIELE / DABEISEIN IST ALLES / EINTRiTT IST FREI & WILLIG

man sollt sich warm anziehen: die 3.innsbrucker winterspiele finden an der frischen luft im treibhausgarten statt. für viele veranstaltungen gibts platzkarten. das sind jene, die mit TICKETS auf der webseite ausgezeichnet sind. procedere ist wie beim open-air-kino. vorteil: man bekommt eine sitzplatz mit sicht auf die bühne zugewiesen. einlaß ist ab 18:00. doch auch für kurzentschlossene halten wir karten zurück - first come, first serve - wie der lateiner sagt. das gilt auch (wie schon die ganze zeit bei den konzerten im garten) bei allen anderen veranstaltungen. merke: auf plätzen mit schlechter sicht auf die bühne hört man vielleicht besser. oder kann auf der piazza vorn ratschen & ins feuer spucken - mit livemusik im hintergrund. doch den letzten beißen die hunde, wie der franzose sagt. zieht euch warm an, am besten die spendierhose... möge die übung gelingen!

ANTONIO ANDRADE

VAJA CON DIOS - flamenco pur: gespielt getanzt gesungen

Antonio Andrade - Gitarre
Ursula Moreno - Tanz
Antonio Arrebola - Tanz
Sigi Finkel - Saxo/Flöte
Francisco »Yiyi« Orozco - Gesang/Percussion
Bob Benson - Percussion/Bass
Ramón Oller - Regie / Choreographie

"Flamenco pur - Weltklasse im Weltformat...
was die Zuschauer zu hören und zu sehen bekamen, war musikalisch und tänzerische Erstklasse. Eine der besten Flamenco-Gruppen der Welt gab sich die Ehre...
"Wer dem Flamenco nicht sowieso schon verfallen war, den wird er nach diesem Abend nicht mehr so schnell loslassen. Denn was der Gittarist Antonio Andrade und die Musiker und Tänzer in "VAYA CON DIOS" dem Publikum präsentierten, war mehr als nur Tanz zu Gitarrenmusik: Flamenco wurde zum Lebensgefühl."
„Leidenschaftliche Verbindung“ - Frankfurter Allgemeine
Grandiose Verschmelzung von Klang und Bewegung“ - Mannheimer Morgenpost
„Ein Gitarrengott lebt den Flamenco” - Süddeutsche

In seiner neuen Produktion »Vaya con Dios« hat Antonio Andrade seinen musikalischen Gefühlen freien Lauf gelassen. Mit Hilfe des Ausnahme-Jazz-Musikers Sigi Finkel begibt er sich darin auf eine faszinierende Reise durch die Zeit und die unendliche musikalische Geschichte des Flamencos. Wir treffen auf Musikstile und Kulturen, die auf den ersten Blick sehr weit voneinander entfernt liegen, die jedoch durch die unvorhersehbaren Wege der Geschichte im südlichen Spanien, in Andalusien, zusammentrafen. Dort in Al-Andalus, wo Jahrhunderte lang Christen, Moslems und Juden friedvoll miteinander lebten und sich in den Straßen Sevillas, Granadas oder Cordobas mit den Worten »Vaya con Dios« (dt. »Geh mit Gott«) begrüßten und sich kulturell und musikalisch bereicherten und austauschten, entstand der Flamenco. Im Flamenco schlägt das Herz der einzigartigen andalusischen Bevölkerung, der indischen Kultur, die die Zigeuner aus Indien mitbrachten, das Herz der Mauren, die in über acht Jahrhunderten in Andalusien ihrem Reich von Al-Andalus zur absoluten kulturellen Blüte verhalfen. Ebenso das Herz der jüdischen Kultur, des benachbarten Afrikas mit ihren ekstatischen Rhythmen, Südamerikas und vor allem Kubas. Durch die ungeahnten Möglichkeiten der Medienwelt im letzten Jahrhundert erfuhr der Flamenco sogar eine Annäherung an den Jazz und die klassische Musik.

In »Vaya con Dios« erleben wir ein Zusammentreffen von  Instrumenten, Musikern und Dialogen zwischen Perkussionen, Blasinstrumenten, den Kastagnetten sowie dem Cajón mit den magischen Saiten der Flamencogitarre. Der leidenschaftliche Flamenco-Tanz erlaubt, dieses »Wiedertreffen« und die Emotionen, die uns der Flamenco und die »Musiken« der Welt näher bringen, visuell darzustellen und zu interpretieren. Denn im Flamenco schlagen auch die Herzen des indischen Tanzes, Nord- und Südafrikas, Südamerikas und vor allem das Herz der Roma, die durch ganz Europa reisten, bevor sie nach Andalusien kamen. Lassen Sie sich auf eine Reise in die Geschichte des Flamencos entführen.
Vaya con Dios…

ANTONIO ANDRADE
wurde in Puebla de Cazalla bei Sevilla geboren – einem der traditionsreichsten Dörfer, den Flamencogesang betreffend. In einer Familie von »aficionados«, sogenannten Flamenco-Liebhabern, wuchs er ganz in der Kultur dieser uralten Kunstform verwurzelt auf. Sein Onkel ist José Menese – eine lebende Legende unter den Flamenco- Sängern. Es verstand sich daher beinahe von selbst, daß Antonio schon in frühester Kindheit mit dem Gitarrespielen begann. Seine Lehrmeister waren Romero de Badajoz, Miguel Perez sr. und jr. sowie Antonio Amador vom Gitano-Clan der Amadores, aus dem bekannte Flamenco-Gitarristen hervorgingen. In seiner mittlerweile langen Karriere arbeitet er mit Flamenco-Größen zusammen wie Javier Barón, Israel Galván, Antonio »El Pipa«, Javier Cruz, Sara Baras, Carmen Ledesma, Concha Vargas, Manolo Marín und vielen anderen, wie z.B. auch André Heller für seine Show »Magneten-Musik der Zigeuner«. Als künstlerischer Leiter und Produzent der »Compañia Flamenca Alhama & Maria Serrano« hat er sein Können in zahlreichen Tourneen durch die ganze Welt unter Beweis gestellt. Konzertreisen mit den Großproduktionen »Viva Sevilla«, »Flamenco es mi vida« und »Mi Carmen Flamenca« führten ihn von Europa (u.a. Deutsche Oper Berlin, Alte Oper Frankfurt, Prinzregententheater München, Filharmonie Warschau, Konzerthaus Wien, Teatro Ariston San Remo) über die USA (u.a. Joyce Theatre New York, Fox Theatre Atlanta, Lensic Theatre Santa Fe) bis nach Japan (u.a. International Forum Tokio, Granship Daichi Shizuoka).