treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

Spielplatz am Volksgarten. Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck. Geöffnet täglich von 10 bis 1

JENSEITS VOM CHRISTKINDLMARKT // DER neue TREIBHAUS-PASS // & MORE.

Den Treibhaus-Konzert-Paß (gilt bis 30.6.'20) oder Eintrittskarten als erlesene Genschenks-Papiere: das Winter & Frühjahr bereits im Vorverkauf. Von Rebekka Bakken bis John Scofield bis Lola Marsh, von Mascheks Jahresrückblick bis Manuel Rubey. Den Paß gibts endlich online - mit dem Link d(r)oben im Menu!

YELLOWMAN

Yellowman ist mit seinen 20 Jahren Bühnenerfahrung wohl einer der bekanntesten Reggae Interpreten nach Bob Marley. Vielen Gerüchten zum Trotz denkt er auch nach mehr als 40 Alben nicht ans Aufhören, sondern startet eine große Europatournee, benannt nach seinem neuen Album "Yellow Fever". Seinen Spitznamen verdankt der Albino seiner hellen Hautfarbe, dabei versteht er es aber ausgezeichnet, genau diesen Umstand ständigen Spotts als Vergeltung gegen die Gesellschaft einzusetzen.

Winston Foster, Künstlername Yellowman, ist einer der berühmtesten Albino-Sänger der Welt. Er startete seine Karriere Anfang der 80er Jahre in Jamaica. Dank seinem Talent, Engagement und Wortwitz in seinen Texten wurde er schnell berühmt, obwohl er als Albino in Jamaica ein Aussenseiter ist. Durch seine sympathische und witzige Art und durch seine hervorragenden Qualitäten als Sänger und Komponist hat er aber den vermeintlichen Nachteil, Albino zu sein, in einen Vorteil umsetzen können.

Mit mehr als 40 Alben auf den verschiedensten Labels und fast 20 Jahren internationaler Studio-und Bühnenerfahrung kann Yellowman sich rühmen, wohl einer der bekanntesten Reggae Interpreten nach Bob Marley zu sein.
Geboren 1956 in Kingston /Jamaica als Winston Foster kam er als Albinokind sehr schnell zu seinem Spitznamen „Yellowman“ oder „Yellow like cheese“ ( nach dem er auch ein Album benannt hat.) Bereits mit 15 Jahren begann er mit Soundsystems aufzutreten; zunächst beeinflusst von den „alten“ Dee Jays U-Roy und Big Youth kreierte er nach und nach seinen eigenen Stil mit schnellem Rap Gesang und aktuellen Zitaten und Parodien und wurde rasch als „weißer Neger“ in den Dancehalls Jamaicas populär. 1982 schaffte Yellowman das Kunststück, das auf Jamaica mehr als 30 Platten gleichzeitig von Ihm in der Szene zirkulierten. Er war, wenn man es so will, Kingstons vorweggenommene Alternative zum HipHop. Mit seiner Präsenz bei den großen Reggae Sunsplash Festivals und Auftritten in Amerika und Japan, wo er große Stadien füllte, in Europa und in verschiedenen Staaten Afrikas bekam er seinen Beinamen „King of Dancehall“ 1997 wurde King Yellowman für sein Album „Freedom of Speech“ in New York sogar für den Grammy nominiert was in Reggaekreisen eine echte Seltenheit ist.

Yellowman hat es geschafft, den ständigen Gegenstand des Spotts, seine helle Haut, als musikalische Vergeltung gegen die Gesellschaft einzusetzen und als Prediger die Reggae Geschichte nachhaltig beeinflusst. Er ist ein großer Entertainer, ein Unterhalter, der sein Publikum eigentlich schon allein mit seiner Erscheinung, seiner Sprache und viel Gefühl fasziniert.
Aber seine Bühnenshows sind einfach noch ein viel größeres Erlebnis. Wer jemals eine Yellowman Show gesehen hat wird dies wohl kaum bestreiten können. Yellowman liefert jedes Mal aufs neue für seine Fans eine energiegeladene und mitreißende Show.
Und das, obwohl seine Krankheit (Knochenkrebs) mittlerweile im fortschreitenden und sichtbarem Stadium ist. Yellowman sagt von sich selbst, dass er auf der Bühne alle diese Probleme vergessen könnte und so seiner puren Lebensfreude am besten Ausdruck verleiht. Stillstand gibt es für Ihn nicht und solange es Ihm noch gesundheitlich möglich ist, wird Yellowman weiter auf der Bühne stehen und hoffentlich noch viele Jahre zusammen mit seinen Fans eine riesige Reggae Party feiern.

Zahlreichen Operationen und vielen Gerüchten um seinen Gesundheitszustand zum Trotz meldete sich der „King of Dancehall“ im April 2002 mit dem neuen Album „Yellow Fever“ eindrucksvoll zurück und schickt sich damit an auch den Rest der Reggaebegeisterten Welt zu erobern.
Eindrucksvoll beweißt er mit diesem neuen Werk, dass er nach wie vor zur Dancehall Elite gehört und die Reggaewelt ohne einen Yellowman doch ein ganzes Stück ärmer wäre.
„Yellow Fever“ enthält brandneues Songmaterial im altbewährten Yelloman Stil wobei der „King“ sich diesmal mehr auf die Wurzeln des Reggae konzentriert hat. Und damit ist er jetzt erfolgreicher denn je. „Yellow Fever“ demonstriert mit Songs wie „OneYellowman“ oder populären Coverversionen wie „Lean on Me“ oder „Hurt my Pride“ warum. Ein echtes Reggae Highlight was in keinem CD Schrank fehlen darf.
Eines seiner Konzerte auf der im Januar / Februar stattfindenden Europa Tournee zu besuchen ist folglich ein absolutes Muss für jeden Reggaefan und solche die es noch werden wollen.
Allen Reggae Lovers sei ans Herz gelegt diese Gelegenheit zu nutzen , noch einmal eine echte Legende jamaikanischer Reggaemusik live zu erleben. Denn wer weiß schon ob uns „King Yellow“ noch viele Möglichkeiten dazu geben wird. Irie!!


Yellowman ist wohl unbestreitbar der Begründer des “Slackness”-Styles: „Dem gwaan like dem slack but mi slacker dan dem!“. Damit prägte er den Dancehall in seiner Entwicklung seit den 80ern wohl mehr als irgend jemand anders. Die thematische Bandbreite wurde durch ihn um Sex und Geld bereichert. Wenn er auch damals die Rastas gegen sich aufbrachte, so zollt ihm heute jeder gehörigen Respekt, denn er ist der Meister des Entertainments gewesen, bei dem sich sicherlich auch jemand wie Beenie Man einiges abgeschaut hat. Mit seiner hypnotischen Stimme chattet er zu den vorwärts gehenden Beats von den Roots Radics. Mr.DC (“Two To Six Super Mix“), Hi Fashion („Cocky Did A Hurt Mi“), Gunman (“Duppy Or Gunman”) und weitere Riddims im besten Rub-a-Dub Style, dazu Lyrics über den chinesischen Supermarkt, seine fiktive Heirat und auch mal gerne einfach über sich selbst. Und wenn er gerade Spaß dran hat, dann singt er noch ein paar Zeilen von irgendeinem Lover’s Song mit einer Intonation, bei der er den Ton hundertprozentig nicht trifft. Dafür volle 100 % Respekt für Yellowman, denn hier liegt ein Meisterwerk vor uns.