treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

Spielplatz am Volksgarten. Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck. Geöffnet täglich von 10 bis 1

DIE WiNTERSPIELE SIND IM SCHLAFMODUS & DAS TREIBHAUS DRÜCKT DIE RESET TASTE

was so wunderbar begonnen hat muß pause machen: unsre WINTERSPIELE sind im winterschlaf: alle, auf deren rat wir wert legen, sagen, es sei notwendig. nachdem wir - so wie sie - aber nicht dran glauben, daß es so schnell wieder dort weitergehn wird, wo wir aufgehört haben, glauben wir auch nicht daran, am 7. dezember wieder "hochfahren" zu können. das wollen wir auch nicht. wir machen dann weiter, wanns wieder sinnvoll ist. und nehmen uns das recht, auch selber nachzudenken. zu planen. an unserer art von KULTUR zu arbeiten. darum drücken wir den "RESET" knopf. was heißt: 2020 haben wir abgeschrieben, wir legen dem unjahr eine auf und haben für heuer alle veranstaltungen abgesagt - und die im jänner 2021 ausgesetzt. sobald nextes jahr an ein aufwachen zu denken ist sind wir die ersten, die "hier" sagen, sobald es sinn stiftet: versprochen. wir peilen spätestens den 2. februar an. fest maria lichtmeß, jener tag, an dem man merkt, daß der tag merkbar länger wird. // viele leute haben sich gegen eine spende für das noch ausstehende programm bis ende jänner plätze reservieren lassen - wenn aber nix stattfindet? // was sollen wir mit der spende tun? am liebsten im klingelbeutel lassen. weil wirs brauchen, um die versprochenen gagen auch ohne show auszahlen zu können. wer aber die spende zurückhaben will, aus welchen gründen auch immer : der möge uns bitte bis spätestens 30.november eine mail schicken - mit dem zugesandten abhol code - dann können wir das "geschäft" rückabwickeln. am 1.dezember wandert die spende in den treibhaus opferstock. wir verbeugen uns und sagen: danke! oder vergaltsgott, wenn die spende im klingelbeutel bleibt * solidarität ist ansteckend * bleibts xund und uns verbunden. auf ein neues.

TREIBHAUS SPENDENKONTO * IBAN: AT75 20503 03352791960 * WINTERSPIELE

es ist was es ist und wie es ist - bleibt uns bitte gewogen: stärkt eure immunkräfte und impft das treibhaus mit eurer solidarität. damits nach dem verordneten winterschlaf kein koma sondern ein frohes aufwachen gibt.

GERARDO NUÑEZ

Gerardo Núñez presenta la nueva escuela de la guitarra flamenca

Das Konzert des spanischen MeisterGitarristen Gerardo Núñez und seiner exzellenten Band, die gemeinsam ihr Album 'La nueva escuela flamenca' vorstellen. Gerado Núñez gilt nicht allein als herausragender Gitarrist, sondern hat sich vor allem durch seine Meisterschaft in der Verschmelzung unterschiedlicher musikalischer Genres mit dem Flamenco international hervorgetan.
Gerardo Núñez (Gitarre),
Pablo Martin, Bass
Angel Sanchez "Cepillo", Perkussion

Gerardo Núñez: Neue Schule der Flamenco-Gitarre

Die Flamenco-Gitarre hat in den letzten 30 Jahren eine grundlegende Erneuerung erfahren, in der sich die traditionellen Spielweisen mit den unterschiedlichsten Strömungen und Stilen (Jazz, Rock, klassische Gitarre, lateinamerikanische Rhythmen, arabische Elemente etc.) vermischt haben. Unter den zahlreichen Gitarristen der Neuen Schule, die den Spuren des Revolutionärs der Flamenco-Gitarre Paco de Lucía gefolgt sind, ist an erster Stelle Gerardo Núñez zu nennen.


Gerardo Núñez gilt neben Paco de Lucía als einer der wichtigsten Vertreter des zeitgenössischen Flamenco. Er ist ein inspirierter Meistergitarrist und virtuoser Grenzgänger, der aus der reichen Tradition des andalusischen Flamenco schöpft, ihn aber auch mit Elementen des Jazz und Rock bereichert. Núñez arbeitete in den vergangenen Jahren unter anderem mit Andreas Vollenweider, dem Pop-Idol Julio Iglesias und der Rock Formation Mecano, außerdem entstammen zahlreiche Kompositionen seiner Feder. Seine aktuelle CD 'Neue Schule der Flamenco-Gitarre' widmet sich den Hoffnungsträgern seiner Zunft, eine Unterstützung, die - aus Núñez Sicht - seiner wie auch früheren Generationen fehlte. So lud er im Frühjahr 2002 fünf Gitarristen im Alter zwischen 15 und 31 Jahren zu sich ins Studio ein, um einige ihrer Kompositionen gemeinsam auszuarbeiten und aufzunehmen. In den daraus entstandenen 67 stilistisch sehr vielfarbigen und intensiven Minuten wird deutlich, dass der einst vom Revolutionär der Flamenco-Gitarre Paco de Lucía weitergereichte Staffelstab bei den jungen Kollegen längst in guten Händen ist.
In der 'Neuen Schule der Flamenco-Gitarre' geht es im Vergleich zu ihren historischen Vorläufern großen heterogener und individueller zu. Einen wesentlichen Bedeutungswandel erfuhr die Flamenco-Gitarre Mitte des 19. Jahrhunderts während der Hoch-Zeit der sogenannten Cafés Cantantes. Ursprünglich lediglich der Gesangsbegleitung dienend, wurde jetzt das Gitarrenspiel durch die zunehmende Virtuosität der Spieler zur eigenen Kunstform. Was Ramón Montoya, eine Art Neo-Klassizist auf der Flamenco-Gitarre, in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in dieser Hinsicht für den 'toque' leistete, setzte später Paco de Lucía auf seine sehr eigene Art fort. Er erweiterte den Aktionsradius der Flamenco-Gitarre durch die Einbeziehung anderer Musikstile und -traditionen.
Núñez trägt dieses Erbe weiter, und in Begleitung der drei jungen Gitarristen José Manuel León, 'Cano' Juan Antonio Suárez und Miguel Angel Cortés sowie dem Perkussionisten Angel Sanchez verspricht er dem Publikum einen Abend voller Geschichten, die von Meistern des Neuen Flamenco erzählt werden.

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Neben Paco de Lucia gilt der Gitarrist Gerardo Nunez als Institution des Flamencos. Weltweite Beachtung erfuhr er als Kopf des international besetzten Nu Flamenco-Projekts »Jazzpana II«, das auf dem World-jazz-Label ACT erschien. Die Produktion mit Michael Brecker, Fareed Haque, Renaud Garcia-Fons und Colin Towns überzeugteKritiker, Booker und Fans gleichermaßen und bescherte einen feinen finanziellen Rückfluss. ACT-Chef Siggi Loch verwirklichte damit wieder mal eine Vision sehr erfolgreich. Der Flamenco-Liebhaber hatte die Fusionvon Flamenco und Jazz im Jahr 1993 mit dem Produzenten Arif Mardin angeschoben und erhielt für »Jazzpana (I)« zwei Grammy-Nominierungen. Für Nunez war das Nachfolgeprojekt eine exzellente Plattform, um seinekünstlerische Breite zu dokumentieren, stilistisch wie auch von der Expression her, die den Bogen vom puristischen Konzert bis zur Funken sprühenden Fiesta spannt. Der Andalusier gehört zu den wenigen Musikern des Genres, die auch mit Vertretern anderer Stilrichtungen zusammenarbeiten, etwa mit Plácido Domingo, Julio Iglesias, Andreas Vollenweider oder der Rockband Mecano. Er formierte zusammen mit Enrico Rava, Richard Galliano und Eberhard Weber ein außergewöhnliches europäisches Quar-tett. Für Carmen Cortes’ weltweit bekannte Compania de Danza schrieb Nunez verschiedene Werke, die in Kooperation mit dem spanischen Kulturministerium weltweit aufgeführt wurden. Mit seinem zweiten Album »La nueva escuela de la guitarra flamenca - The New School Of Flamenco Guitar« gelang es ihm, den Stellenwert der regen spanischen
Szene ins europaweite Licht zu rücken. Für Nunez sind Tanz und Emotion wichtig: »Ich liebe die Flamenco-Rumba, sie ist ein Mix verschiedener Einflüsse von Afrika bis zur Karibik. Sie steht für Fröhlichkeit mit Niveau.« Sie kontrastiert mit Melancholie und Traurigkeit, wie sie auch der Blues so schön transportiert: »Ja, es gibt gewisse Parallelen zwischen Flamenco und Blues. Die Menschen, die diese Musik spielen, stammen aus verschiedenen Lebenskreisen, aber es verbindet sie die Lebenserfahrungen, ihre Gefühle und die Geschichten, die sie zu erzählen haben.«