treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

Spielplatz am Volksgarten. Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck. Geöffnet täglich von 10 bis 1

JENSEITS VOM CHRISTKINDLMARKT // DER neue TREIBHAUS-PASS // & MORE.

Den Treibhaus-Konzert-Paß (gilt bis 30.6.'20) oder Eintrittskarten als erlesene Genschenks-Papiere: das Winter & Frühjahr bereits im Vorverkauf. Von Rebekka Bakken bis John Scofield bis Lola Marsh, von Mascheks Jahresrückblick bis Manuel Rubey. Den Paß gibts endlich online - mit dem Link d(r)oben im Menu!

TRIOSENCE

die neuen jungen Gesichter des deutschen Jazz (stern) * ein jazztrio auf dem weg nach ganz oben (rondo)

Der Stern nennt sie "die neuen jungen Gesichter des deutschen Jazz" und in der Tat sorgt triosence seit einigen Jahren zunehmend für Furore in der Fachpresse: "Der neue Meilenstein in Sachen Jazztrio", "Klangtipp und Exempel für musikalische Dreieinigkeit", "Ein unter die Haut gehendes Highlight" ...lauten nur einige Reaktionen namhafter Magazine zu Triosence. Was die Musik des Trios neben der Gleichberechtigung der Instrumente vor allem auszeichnet sind die Stärke und Klarheit ihrer Melodien. Das begeistert nicht nur Kenner sondern auch jene, die mit Jazz bislang wenig anfangen konnten. Triosence verarbeitet Einflüsse von Jazz, Fusion, Folk, World  und entfaltet diese im Kollektiv zu einem opulenten Klanggemälde.

BERNHARD SCHÜLER piano
INGO SENST bass
STEPHAN EMIG dr

fet SARA GAZAREK voice

Im Treibhaus stellen  sie ihre neue bei Sony Music erschienene CD "where time stands still" vor", und präsentieren damit die herausragende, amerikanische Jazzsängerin Sara Gazarek. "She may well turn out to be the next important jazz singer" lobt Don Heckman, LA Times.
Where time stands still - die Zeit bleibt im Treibhaus stehen! Was kann einem zu Beginn des neuen Jahres besseres passieren!


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RONDO:MAGAZIN
Es kommt auch nicht alle Tage vor, dass ein einheimisches und noch weithin unbekanntes Jazztrio am anderen Ende der Welt für Aufhorchen sorgt. Dem Pianisten Bernhard Schüler, dem Bassisten Matthias Novak und dem Schlagzeuger Stephan Emig alias Triosence gelang das Kunststück mit ihrer Debüteinspielung "First Enchantment". Als "Band, die unseren Eindruck vom steifen deutschen Jazz weggewischt hat", wurde das Dreigestirn vom japanischen "Swingjournal" gelobt. Keine Ahnung, welche Teutonengruppen der Rezensent sonst so gehört hat - fest steht, dass Triosence in der Tat frische, eingängige, lichte Musik macht. Man könnte Triosence durchaus als deutsche Antwort auf die schwedischen Publikumslieblinge E.S.T. bezeichnen. Allerdings mit gewissen Modifikationen. Während sich die Skandinavier als Rockband mit Ecken und Kanten verstehen, sind die jungen Deutschen eher sanfte Vertreter eines klangpuristischen Popkammerjazz. Stark und sensibel ist das Interplay, höchst melodiös sind die Kompositionen, die allesamt vom Pianisten Bernhard Schüler stammen. Es gibt auf "When You Come Home", das beim ECM-Klangmagier Jan Erik Kongshaug in Oslo eingespielt wurde, tatsächlich auch einige bemerkenswerte Ausreißer zu notieren, die niemals von E.S.T. stammen könnten: "Three Fo(u)r Fun" etwa erinnert an Dollar Brand, der mit schmucken Rhythmuswechseln versehene Walzer "Distance Means Nothing" weckt Erinnerungen an Bill Evans, "A Far-Off Place" schließlich überrascht mit Orientalismen. Ein Trio auf dem Weg nach oben!

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DER KOPFHÖRER
Tonträger der Woche
CD-KRITIK
Sony
Triosence ft. Sara Gazareks
Where Time Stands Still

Where Time Stands Still  ist Vocal Jazz und der hat in der heutigen Zeit ja so seine Tücken. Da gibt es belangloses wie die zwar schön anzusehende Jane Monheit, angejazzten Country wie die Einschlafhilfen von Norah Jones, klassische Schönheit á la Melody Gardot und die verruchte sexyness einer Rebekka Bakken. Die Zeiten der großen Jazzsängerinnen scheinen jedoch vorbei zu sein, Sarah Vaughan, Billie Holiday und Nina Simone sind bereits tot, Milva hat seit einer gefühlten Ewigkeit keine guten Platten mehr gemacht und hervorragende  Sängerinnen findet man auch nicht an jeder Ecke. Umso größer die Überraschung, wenn man auf Ausnahmetalente wie die bereits genannte Rebekka Bakken, Fjoralba Turku oder Sara Gazarek trifft. Ganz traditionell kam hier der Komponist Bernhard R. Schüler auf die amerikanische Jazzsensation Sara Gazarek zu und fragt salopp per Mail an, ob sie nicht Lust hätte, auf dem neuen Triosence Album zu singen. Sie willigte ein, schrieb einige Texte und das Ergebnis kann sich hören lassen. Schwermütig ist Where Time Stands Still wahrlich nicht. Selbst die langsamen Songs wirken erbauend und dennoch schwingt überall eine Sehnsucht mit, die ich so sonst wirklich nur von Rebekka Bakken kenne. Man höre sich z.B. Maybe There’s A Princess Waiting, I Can’t Explain, You Alone oder Summer Song an. Die perfekte Mischung eines ziemlich perfekten Albums. Hier wird nicht in einer Ecke verharrt. Ein komplett einnehmendes zukünftiges Lieblingsalbum einer starken Band mit einer Sängerin, von der wir noch viel hören werden.