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ED MOTTA

Musikalisches Schwergewicht: der Koloss von Rio - ist mit 42 bereits brasilianische Legende

Er ist mit 42 bereits eine Legende in Brasilien. Nicht nur musikalisch ein beeindruckendes Schwergewicht! Mit seinem in Deutschland erschienenen Album "AOR" (Membran) geht er stark in Richtung Jazz und singt auch in Englisch. “AOR” ist Ed Mottas herzliches und hervorragendes Tribut an den “Album-” oder auch “Adult-Oriented- Rock”, den Bands wie etwa Earth, Wind & Fire, Doobie Brothers, Chicago, The Beach Boys oder auch Steely Dan geprägt haben. Das bestätigt auch Die Welt:  "Motta ging es in seinem Album vielmehr darum, […] das Unmögliche möglich zu machen: Und zwar das beste Steely-Dan-Album aufzunehmen, das nicht von Steely Dan selbst stammt. Was soll man dazu sagen? Der Mann hat es geschafft. Wie die brasilianische Fussballmannschaft: Weltmeisterlich.“
Ed Motta's voluminöser Bariton, sein großartiges Spiel am Piano und Fender Rhodes und seine sehr funky Band machen die Musik nicht nur auf Platte zum Vergnügen, sondern mehr noch live! Ed Motta hat in den letzten beiden Sommern in Europa auf Festivals gespielt und im letzten Herbst 3 ausverkaufte Konzerte im Pariser Duc de Lombards gegegeben und auch im ebenso ausverkauften Ronnie Scotts und North Sea Jazz Club.

In seiner Heimat Brasilien nennt man ihn den Koloss von Rio: Ed Motta, Grammy-nominierter Sänger, Songwriter und Entertainer in einer Person.


Eduardo Motta kommt im August 1971 in Rio De Janeiro zur Welt. Sein Onkel ist der Carioca-Soul-Gründer Tim Maia, der den kleinen Ed bereits in frühen Jahren mit reichlich Samba- und Bossa Nova-Rhythmen füttert. Eds Eltern sind nicht weniger musikvernarrt. Im Hause Motta laufen die Platten von Stevie Wonder und Earth, Wind & Fire rauf und runter.
Anfang der Achtziger freundet sich Ed mit raueren Klängen an. Britischer Blues-Rock à la Thin Lizzy, Humble Pie, Led Zeppelin, Free und Rory Gallagher steht ganz oben auf Eds Favoriten-Liste. Als ein Nachbar ihm von einer Band erzählt, die einen Sänger sucht, fackelt Ed nicht lange. Die Combo heißt Kabbalah und macht Hardrock der urigen Sorte.
Spätestens jetzt geht Ed das Licht auf: Er will Musiker werden. Einige Jahre später wechselt er den "Arbeitsplatz" und gründet die Band Conexão Japeri. Seinen Musikstil hat er mittlerweile ausgeweitet. Rock, Blues, Soul, Jazz: Ed geht es um die Vereinigung verschiedenster Genres.
Mit Conexão Japeri kommt der Erfolg. Die Band tourt quer durch Brasilien, Songs wie "Manuel", "Baixo Rio" oder "Vamos Dançar" laufen im Radio auf Rotation. Doch Ed wähnt sich innerhalb eines klar definierten Kollektivs nicht gut aufgehoben: "Ich fühlte mich irgendwie eingeengt. Es war wichtig, eine tolle Erfahrung, aber letztlich doch nicht das Richtige für mich", erinnert sich der Brasilianer.
Er will sein eigener Herr sein. Zusammen mit dem Conexão Japeri-Bassisten und Freund Bombom tüftelt der Multiinstrumentalist an seinen Visionen und Ideen. Es dauert nicht lange, ehe auch der Rest der Welt Gefallen am Treiben des südamerikanischen Tausendsassas findet.
Ed tritt in Nordamerika und Europa auf. Auch die in regelmäßigen Abständen veröffentlichten Alben finden Käufer. Eds Mix aus urbanen brasilianischen Soul-Sounds und zeitgemäßen Jazz-, Rock- und Blues-Klängen kommt gut an.
Dried Flower - AOR Teaser
ED MOTTA
Dried Flower - AOR Teaser
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Mit seiner Frau, der Comic-Autorin Edna Lopes, zieht Ed Motta Mitte der Neunziger für einige Jahre nach New York, um sich künstlerisch weiterzuentwickeln. Zurück in Brasilien, geht der Sänger neue Wege. Er komponiert für andere, schreibt Soundtracks und arbeitet mit Orchestern zusammen.
Die Solo-Karriere steht aber stets im Mittelpunkt. Sein Album "Aystelum" wird im Jahr 2006 für den Latin-Grammy nominiert. Die Szene klatscht Beifall. Allen voran: Branchen-Ikonen wie Roy Ayers, 4 Hero, Seu Jorge, Incognito, Bo Diddley und Ryuichi Sakamoto – alles Künstler, mit denen Ed zusammengearbeitet hat.
Ed Motta ist offen für alles – ein Musiker, der keine Grenzen kennt. Im Juni 2013 überrascht er seine Fans mit chilligen Hawaii-Sounds ("AOR"). Alles scheint möglich:
"Bevor man sich dieses Album anhört, sollte man sich ein Hawaii-Hemd à la Magnum anziehen, dazu Slipper ohne Socken wie in 'Miami Vice', sich in ein Cabrio setzen und an Kokosnusspalmen vorbei in den Sonnenuntergang cruisen. Egal ob in Rio De Janeiro, Los Angeles, Miami oder Hawaii. Aloha!"