treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

Spielplatz am Volksgarten. Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck. Geöffnet täglich von 10 bis 1

SPENDENKONTO * IBAN: AT 752050303352791960 * TREIBHAUS- KATASTROPHENFONDS

das treibhaus, ansteckend wie es ist, hat schon wieder die höchststrafe ausgefaßt - es wurde ein betretungsverbot verhängt // bis wann? wer weiß. // damit nicht schon wieder jene auf der strecke bleiben, die zum vierten mal unschuldig ein berufsverbot bekommen haben, hat das treibhaus wiederum beschlossen, den prekären licht & tontechnikern die jobs für die wir sie engagiert haben, auch zu bezahlen. und den musikern einen gutteil der vereinbarten gage. quasi lohnfortzahlung im lockdownfall - egal welche hilfeleistungen wir bekommen. // wir vertrauen auf die solidarität unseres publikums. bleibt uns gewogen und helft mit, damits nach dem winterschlaf ein frohes erwachen geben kann - SPENDENKONTO * IBAN: AT 752050303352791960 *

HHANOI

Neil Young and Dave Grohl’s love child...

Hans Hauser schreibt vielschichtige Songs mit tiefgreifenden Texten,
die dreckig und laut
im Rock-Duo oder akustisch
extrovertiert und intim
in den Solo Performances berühren
und ein Meer an Impressionen, Emotion und Intensität erzeugen.

Hans Hauser – (vox, guit)
Lucas Lurz Geiler – (drums, vox)

HANS HAUSER & LUCAS GEILER SIND: HHANOI.

„the unspoilt bitterness of youth is slowly fading away“ (seriously records, 2017) titlet hhanois aktuelles Album. Es mischt sich strahlender Optimismus mit schmerzhafter Lebenserfahrung, unverdorbener jugendlicher Übermut mit erwachsenem Songwriting. 

Auf dem dritten Album nach „Changing my ways" (2014) und Dawn (2012) werden gewohnte Stärken wie musikalische Vielschichtigkeit und poetische Texte weiter vorangetrieben und paaren sich mit dem unbändigem Drang zum Experiment und dynamischer Interaktion der beiden Musiker. Vom Zeitgeist geprägt scheut das Innsbrucker Duo auch nicht vor politischen Statements zurück, die Teilweise subtil, teilweise offensiv formuliert werden.

Nach einigen erfolgreichen Jahren als Komponist, Sänger und Instrumentalist in verschiedenen Bands und Genres, beschloss Hans Hauser 2008 die Arbeit an einem Solo-Projekt aufzunehmen und produzierte das etwas ironisch betitelte Debüt-Album "Best of" (2009). Obwohl verschiedene Genres und Instrumentierungen darauf vertreten sind, war es die Singer-Songwriter-Komponente dieses ersten Albums,  die Hauser dazu trieb, 2011 das Singer-Songwriter-Projekt hhanoi zu gründen. Das erste Album “Dawn", 2012 in Berlin aufgenommen und produziert, erntete anerkennende Kritiken in Österreich und Deutschland.

2014 wurde hhanoi in ein Rock Duo umformiert. Der ehemalige HotchPotch und Drum’n’Groove Musiker Lucas Geiler trat der Band als Schlagzeuger bei. Gemeinsam mit dem Innsbruck Label „seriously records“ wurde das electrisch-acoustische Doppelalbum „changing my ways“ (2014) veröffentlicht. Es erntete zahlreiche lobende Kritiken und wurde bei über 50 Konzerten in Österreich, Deutschland und Italien präsentiert.

PRESSESTIMMEN

Miachel Ternai (mica austria):
„eine überaus gelungene moderne Interpretation des klassischen Liedermachertums“
„von schönen Melodien getragene und sehr stimmungsvolle Songs“
„Hans Hauser ist ein Liedermacher, dessen instrumentale Fähigkeiten weit über das Abspielen der  üblichen vier Akkorde hinausgehen und der in Sachen Songwriting hörbar mehr auf dem Kasten hat als viele, die sich sonst in diesem Metier versuchen“



Klaus Horst (ORF):
"ein großartiges Album" (Zitat aus der Sendung Tirol am Beat, November 2013)

Rundschau Oberland:
„Emotionale, schöne Texte und Gedichte, gekonnt vertont und stimmlich perfekt vorgetragen.“

HHANOI – "changing my ways".

Hans Hauser ist ein Musiker mit vielen Gesichtern. Am Mozarteum an der klassischen Gitarre ausgebildet, führte ihn sein Weg im Laufe seiner Karriere durch die verschiedensten Stilwelten. Das nun erscheinende Doppelalbum „changing my ways“ (Seriously Records) seines Projektes HHANOI lässt seine zu allen Seiten hin gelebte musikalische Offenheit auf klar erkennbare Weise zu Tage treten. Der Tiroler gibt den ruhigen Liedermacher an der Akustikgitarre genauso wie den rockigen Typen, der auch gerne mal ordentlich in die Saiten greift. Beide Seiten hören sich gut an.

Auf „acoustic“, dem ersten Teil des Doppelalbums, legt Hans Hauser genau jene Qualitäten zu Tage, die ihn schon auf seinen Debüt „Dawn“ ausgezeichnet haben. Was auf dem Programm steht, sind eindringlich gefühlvolle und in die Tiefe gehende Lieder leicht melancholischen Einschlags, die vor allem auch wegen ihrer sehr dezenten Ausrichtung viel Atmosphäre und Dichte erzeugen.

Der zweite Teil „electric“ lebt vor allem von seiner Dynamik. Musikalisch irgendwo zwischen lässigen und funkangereicherten Alternative-Rockern, eher zurückgeschraubten, ein wenig experimentellen und vertrackteren Passagen hin und her pendelnd, spielt sich der 1981 in St. Johann geborene Gitarrist gemeinsam mit dem Schlagzeuger Lucas Lurz Geiler durch sehr abwechslungsreiche und vielschichtige Tracks, die mit lässigen Melodien versehen und auf ein ordentlichen Energielevel getrimmt, richtig schön abgehen. Passend zum Stil der Songs zeigt Hans Hauser auch stimmlich die zum Sound einfach dazugehörenden rauen und kratzigen Kanten.

Egal ob nun „acoustic“ oder „electric“ – was beide CDs im musikalischen Sinne verbindet, ist Hausers Fähigkeit, seinen Songs einen sehr eigenständigen Charakter zu verleihen. Man erkennt einfach, wer da am Werken ist, unabhängig davon, ob es nun sanft zugeht oder richtig laut.
Welcher der beiden Teile nun der bessere ist, entscheidet einzig der individuelle Musikgeschmack. Dass jemand jedoch den Mut besitzt, zwei so komplett verschiedene musikalische Entwürfe unter die Leute zu bringen, zeugt von einem großen Selbstbewusstsein. Aber dieses hat Hans Hauser auch zu Recht, denn wie sich auch auf „changing my ways“ zeigt, versteht es der Tiroler auf überzeugende Art, sich als Musiker mit eigenen musikalischen Vorstellungen zu präsentieren.
Michael Ternai / MICA AUSTRIA

ein altes altes interview 

noch immer lesbar:
„Emotional, intim und ehrlich“ – mit diesen Worten beschreibt der Tiroler Singer/Songwriter Hans Hauser seine Musik. Vor kurzem hat der 30-Jährige unter dem Namen „hhanoi“ sein erstes Solo-Album „Dawn“ veröffentlicht. Mitte Oktober startet seine Tour, die ihn neben seinem Geburtsort St. Johann unter anderem nach Innsbruck, Wien und Berlin führen wird.

Die Tiroler Tageszeitung Online traf Hans Hauser zum Wunschkonzert im Antiquitätenladen Linter im Innsbrucker Stadtteil Pradl. Zwischen allerhand antikem Mobiliar und kuriosen Gegenständen spielte er dort den Song „Worth A Try“ unplugged. Anschließend gewährte Hauser im Interview tiefe Einblicke in sein Schaffen.

Wann hast du angefangen selbst Songs zu schreiben?

Hans Hauser: Das war Ende der Neunziger, aber erst 2004 ging‘s richtig los. Als Gitarrist der Rockband Schneiderberg habe ich auf einigen großen Festivals, wie dem Donauinselfest, Two Days A Week oder dem Forestglade West gespielt. Um dann Geld für mein Studium in London zu sparen, hab ich dann auch angefangen regelmäßig in Coverbands zu spielen …

Stichwort London. War das eine besonders intensive Zeit für dich?

Hauser (lacht): Ja, in jeglicher Hinsicht. Mein Studium hat mich musikalisch und menschlich enorm weitergebracht. Ich habe in sehr coolen Projekten mitgewirkt. Aber meine Wohnsituation hat Alpträume bei mir verursacht. Das habe ich dann auch im Song „Willston Lane“ verarbeitet.

Warum, was war los?

Hauser: Meine Freundin und ich hatten in London eine wirklich heftige Vermieterin. Ihr Kontrollwahn war extrem und sie drohte uns ständig mit den Freimaurern und der Polizei. Das war Psychoterror, ich hatte ein Jahr lang Alpträume. Irgendwann habe ich als Aggressionsbewältigungs-Therapie das Lied „Willston Lane“ aufgenommen und die Alpträume waren weg. Dieser Song ist ziemlich rotzig und sticht dadurch sehr heraus. Er ist aber keineswegs repräsentativ für das Album. (lacht)

Kommst du häufiger auf diese Weise zu deinen Liedern?

Hauser: Ja, ich beute mich selbst richtig aus (lacht). Immer wenn ich ein intensives Gefühl habe, setze ich mich hin und ziehe mich noch tiefer hinein. Dann versuche ich das ganze in Musik zu verwandeln.

Daher die Grundmelancholie, die bei häufig mitschwingt …

Hauser: Naja, ich bin sicher kein Happy-Songwriter. In meinen Liedern geht es auch um Entfremdung, die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens und den Tod. Aber es ist nicht alles nur pessimistisch, meine Songs sollen auch Mut machen und Aufbruchstimmung vermitteln.

Bei vier deiner Lieder sind die Texte von den Poeten Edgar Allen Poe bzw. Paul Laurence Dunbar. Hast du hier eine besondere Affinität?

Hauser: Ich kann meine Gefühle zwar in Musik gut ausdrücken, doch bei Texten tue ich mich wesentlich schwerer. In der klassischen Musik ist es ganz normal, dass ein Dichter den Text schreibt und ein Komponist die Musik dazu macht. Das hat mich auf die Idee gebracht nach passenden Gedichten zu meiner Musik zu suchen. Aber nicht nur Poeten haben mich inspiriert. Ich habe in meiner Jugend sehr viel Beatles, Nirvana, Hendrix und Red Hot Chili Peppers gehört – diese Einflüsse gehen sicher auch nicht spurlos vorbei.

„hhanoi“ ist nicht dein einziges Projekt derzeit. Was machst du noch?

Hauser: Normalerweise spiele ich E-Bass und bin bei verschiedenen Funk-, Rock- und Improvisationsprojekten dabei. Prinzipiell bin ich als Musiker und Mensch sehr vielseitig und will das auch ausleben. Früher habe ich versucht mit einer Band alles zu machen, jetzt habe ich mehrere Bandprojekte.

Was tust du, um dein neues Album zu vermarkten?

Hauser: In erster Linie mache ich das durch die Konzerte. Veröffentlicht habe ich über das Innsbrucker Label Innzucht Bros. und vertreibe es selbst. Ich hab das Album weder auf iTunes noch auf Amazon gestellt, weil ich diesem Business entgehen wollte. Bei dem Album steht auch nicht die Perfektion im Vordergrund, sondern die Leidenschaft. Es ist keine glatt gebügelte Pop-Produktion, sondern ich habe alles live eingespielt. Dadurch sind zum Teil schiefe Töne und Fehler drin, aber das ist mir egal. Ich mache emotionsgeladene Musik und das wichtigste dabei ist, ein authentisches Gefühl zu vermitteln. Bei Live-Konzerten funktioniert das natürlich umso besser.

Das Gespräch führte Simon Hackspiel