treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

Spielplatz am Volksgarten. Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck. Geöffnet täglich von 10 bis 1

HADER / DORFER / STER & GRISSEMANN / RUBEY / MASCHEK - ENDLICH IM VORVERKAUF

hader on ice war in drei stund ausverkauft. für hader/dorfer: indien am 17. gibts noch karten, für dorfer am 16.12. noch ein paar. maschek's jahresrückblick & manuel rubey gibts ab jetzt. lachen ist der hoffnung letzte waffe.

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die konzerte im herbst finden bei freiem eintritt statt - jede/r entscheidet selber, wieviel er/sie/es beitragen kann & will. das treibhaus verläßt sich auf eure großzügigkeit. ihr bekommt eure spende note für note in musik zurück. SPENDENKONTO * IBAN: AT 752050303352791960 * impft das treibhaus mit eurer solidarität. bitte.

H.C. SCHMITT

das Timbre aus Tiefrausch und Aufwachen. Aus „Welt verfluchen“ und „Leben lieben“.zwischen Tiefrausch und Aufwachen. Zwischen „Welt verfluchen“ und „Leben lieben“.

„She sends me a blue valentines all the way from Philadelphia…” singt Tom Waits in seinem Song “Blue Valentines”. Wie so oft in Waits Liedern geht es darin um die Frauen und sein ge-brochenes Verhältnis zu ihnen, es geht um die Liebe, die Huren. den Whiskey, die falschen und die echten Freunde – kurz: ums Leben im allgemeinen. Liebeserklärungen der etwas anderen Art - doch Tom Waits Liebeserklärungen gehören zu den schönsten, traurigsten und wehmütigsten, die man sich überhaupt vorstellen kann. Bis heute ist der poetische Underdog Amerikas der „Charles Bukowski der Musik“ darin unerreicht.
Seine Geschichten spielen nicht auf der Hauptstraße, sondern immer in den verlorenen Gassen der amerikanischen Millionenstädte. Dort, wo die Kneipen Treffpunkte der Ausgestoßenen, Abgestürzten und Liebeshungrigen sind. Und Waits selbst hat sich und seinen Liedern jene Sprache verliehen, die scheinbar fast immer haarscharf am Delirium tremens vorbeischrammt. Jenes unverwechselbare Timbre des Zustandes zwischen Tiefrausch und Aufwachen. Zwischen „Welt verfluchen“ und „Leben lieben“.

Diese Texte kann einer nur singen, der sie auch erlebt hat. Und genau das hat sich der Dresdner Musiker Hans Christian Schmidt, der in ungezählten Bands und Experimenten in und um dresden  seine percussiven und schlagtechnischen Spuren hinterlassen hat, zu Herzen genommen, als er vor einiger Zeit von seinem Kollegen Georg Wieland Wagner den Anstoß bekam, „Mensch, du könntest doch mal Tom Waits singen!“ .
Es bedurfte einer Zeit des Nachdenkens, bevor sich Schmidt entschloss, die Idee umzusetzen. Er schlüpfte nicht in die Figur von Waits, er gab sich weder dessen Outfit, noch imitierte er die Gebärden des Sänger; er beobachtet ihn von außen, steht neben Tom Waits und lässt Texte und Musik sprechen. Die nüchtern einfache Klavierbegleitung (Wieland Wagner) und ein Barhocker als einziges Requisit genügen zudem, dem Unternehmen einen schlichten aber passenden Rahmen zu geben.  Mit seiner Auswahl der besten Songs und Balladen des amerikanischen Underground-Poeten Tom Waits, schiebt er nur seine  eigeneBlues-Röhre in den Vordergrund.
Ein Klavier, eine Stimme (und was für eine!) und die Songs von Tom Waits – heute Abend live in Singwitz.