treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

Spielplatz am Volksgarten. Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck. Geöffnet täglich von 10 bis 1

EINLASS INS TREIBHAUS - ES GILT GILT WEITERHIN: GE-IMPFT # GE-TESTET # GE-NESEN

für den Besuch des Treibhauses, ob Konzert oder nur Cafe, gilt nach wie vor die 3G Regel geimpft getestet genesen. es muß kein PCR-Test sein. Wir kontrollieren - aber diskutieren die Regeln NICHT. Bewährt hat sich auch: ge-duscht, ge-föhnt & ge-kampelt zu erscheinen. 1Tip: vor dem Essen Hände waschen nicht vergessen...

DINO SALUZZI

der ausnahmemusiker aus argentinien der mit dem badoneon tanzt

Die Musik von Dino Saluzzi tönt immer anders, anders als Jazz, Folk, Klassik und Tango, anders als alle Musikstile, mit denen man ihn in Verbindung bringen kann, weil im Zentrum seiner Musik jeweils seine ebenso schlichte wie emotional ausdrucksstarke Spielweise steht. Einzigartig ist, dass er auch bei jedem neuen Projekt anders tönt und doch seiner Spielweise treu bleibt. Diese ernste Musik, die sich doch in einer un- glaublichen Leichtigkeit präsentiert, ist schwer zu beschreiben, will man ihrem Reichtum, ihrem Tiefgang und ihrer Authentizität gerecht werden. (Jazz’N’More Schweiz 10/2010 )

DINO SALUZZI bandoneon
ANJA LECHNER cello
FELIX SALUZZI saxophon

Wenn Dino Saluzzi seinen Balg flüstern und rauschen und singen lässt, schafft er Erinnerungsräume von leucht- ender, suggestiver Schönheit. Eine melancholische Magie geht von seinen eigenen Geschichten aus, und aller verfallen ihr, an denen noch eine Sehnsucht zieht, ein namenloses Heimweh nach Irgendwo und Lang- vorbei. ... Am vollkommensten gelingt diese Magie der Erinnerung, der Entwurf von wechselnden dunkel- farbigen Seelenlandschaften, wenn Saluzzi allein ist mit seinem Bandoneon. Dachte ich, bevor ich seine jüngste CD hörte, ein Duo mit der Cellistin Anja Lechner. ... Die ungleichen Instrumente verschmelzen zu einem Einklang, zirkeln tänzerische Rituale, entwerfen spielerische Dialoge, verschlingen und entschlingen sich – nicht auszumachen, wo der Diskurs improvisiert, wo er auskomponiert ist. Intimste Kunst von großer Intensität und Vollkommenheit.
(Weltwoche)

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BIOGRAFIE

Als eine der wichtigsten Persönlichkeiten zeitgenössischer südamerikanischer Musik widmete sich Dino Saluzzi vorwiegend der traditionellen Folklore, bevor er mit dem Tango und anderen Musikrichtungen in Berührung kam. Er freundete sich mit Astor Piazzola in der Zeit der Entwicklung des Tango Nuevo an. Dino Saluzzi befreite den Tango aus seiner starren Struktur indem er die Harmonik einer Kirchenorgel aus seinem Bandoneon herausstellte.
In Salta in Nordargentinien geboren leitete Dino Saluzzi mit 14 Jahren seine erste Band. Während seines Studiums in Buenos Aires begann er professionell Bandoneon zu spielen. 1956 kehrte er nach Salta zurück um zu komponieren und bewusst folkloristische Elemente hierzu einzubeziehen. Anschließend spielte er mit Gato Barbieri zusammen um dem Saxophonisten bei der Wiederentdeckung seiner eigenen Wurzeln bei dem berühmten Album Chapter One: „Latin America“ zu unterstützen. 1982 wurde er Mitglied der „George Gruntz Concert Jazz Band“ und arbeitete als Arrangeur und Solist für Enrique Mario Franccinis „Sinfónica de Tango“. Dino Saluzzi musizierte mit zahlreichen Künstlern aus Europa und den USA zusammen, wie Anja Lechner, Rosamunde Quartett, Enrico Rava, Charlie Haden, Louis Sclavis, Charlie Mariano, Al DiMeola und Edward Vesala.
Saluzzis Diskographie bei ECM Records begann 1982 mit einem Soloalbum, einem spontanen Beispiel Saluzzis Kunst eines Erzählers. Dies kennzeichnet den ersten von vielen imaginären Besuchen kleiner Städte und Dörfer seiner Kindheit. Seit den 80er Jahren arbeitete Saluzzi, von ECM initiiert, mit vielen Musikern zusammen wie Charlie Haden, Palle Mikkelborg und Pierre Favre („Once Upon A Time - Far Away In The South”), Enrico Rava („Volver“), Marc Johnson („Cité de la Musique“), mit Tomasz Stanko und John Surman (on Stanko‘s prize-winning „From The Green Hill“ album) sowie Palle Danielsson („Responsorium“).
Zu seinen jüngsten Aufnahmen zählen „El Encuentro“ mit Anja Lechner, Felix Saluzzi und dem Metropole Orchestra, „Ojos negros“ mit Anja Lechner, Giya Kanchelis „Themes from the Songbook“ mit Gidon Kremer und Andrei Pushkarov sowie „Kultrum“ mit dem Rosamunde Quartett. 2011 wird die erste Trio CD mit Anja Lechner und Felix Saluzzi veröffentlicht.


DINO SALUZZI • ANJA LECHNER  •  FELIX SALUZZI

Den Grundstein für sein neues Trio legte der Bandoneónspieler Dino Saluzzi 2009 bei der Einspielung seines Orchesteralbums “El Encuentro”. Auf dem wirkten sein Klarinette und Saxophon spielender Bruder Felix und die deutsche Cellistin Anja Lechner als Solisten mit. Dabei kam Dino der eigentlich naheliegende Einfall, mit beiden endlich ein Trio zu formieren. Unter dem Titel “Navidad de Los Andes” legt das Ensemble nun ein erstes Album vor, das Saluzzi-Fans ins Schwärmen bringen wird.

“El Encuentro” war natürlich keineswegs das erste Zusammentreffen zwischen Dino und Felix Saluzzi oder Dino und Anja Lechner gewesen. Mit seinem Bruder Felix spielt Dino bereits seit der Kindheit zusammen, die nunmehr gut 60 Jahre zurückliegt. Dokumentiert wurden Kooperationen etwa auf den ECM -Alben “Mojotoro”, “Juan Condori” und eben “El Encuentro”. Anja Lechner stieß Mitte der 1990er Jahre zur musikalischen Großfamilie Dino Saluzzis, als sie sich - als Mitglied des Rosamunde-Quartetts - an der Einspielung des Abums “Kultrum” beteiligte. 2006 nahmen der Bandoneónspieler und die Cellistin außerdem im Duett für ECM “Ojos Negros” auf.

Gemeinsam produzieren Bandoneón, Cello und Klarinette (oder Tenorsaxophon) hier nun einen wirklichen einzigartigen kammermusikalischen Sound. Die Musik des Trios ist streng genommen weder Jazz noch Klassik noch Volksmusik oder Tango - obwohl sie schwungvoll und wechselnd mit Stilmitteln all dieser Genres spielt. In seinen Stücken erzählt Saluzzi wie so oft Geschichten aus seiner Heimat in den argentinischen Anden. “In diesem wundervollen musikalischen Werk werden Klänge mit der Intensität des Windes geboren”, heißt es im Begleittext des argentinischen Poeten Leopoldo Castilla, der wie die Saluzzis aus der Provinz Salta stammt.