treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

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LUCIANO BIONDINI

BIONDINI - GODARD - NIGGLI - foto mark wohlrab

LUCIANO BIONDINI akkordeon
MICHEL GODARD tuba
LUKAS NIGGLI drums
Ein Dreier Gespann "Italien-Frankreich- Schweiz", das sich nicht in engen Bergtälern verirrt, sondern darüber hinweg surft, mit freier Sicht aufs Mittelmeer, sich über die Höhen und Tiefen dieser musikalischen Geografie hinweg swingt. Drei Virtuosen, die auch an und über die Grenzen gehen, was die Spieltechniken und Ausdrucksformen mit ihren Instrumenten anbelangt. Biondini - Godard - Niggli steuern eine Seelenmusik an, voller Energie, Poesie und auch feinem Witz. Ihre  Kompositionen dienen als  ideale Sprungbretter für die lustvollen Geschichtenerzähler, die diese drei Improvisatoren sind.

Die Alpen sind zwar die Schnittstellen der drei Musiker. Allerdings dreht sich die Musik der drei nicht um sie, sondern um sie. Biondini verschmelzt mediterrane Klänge mit argentinischen. Godard erzählt grosse musikalische Geschichten über alle Zeitgrenzen hinweg. Und Lucas Niggli bewegt sich hinter seinem Schlagzeug zwischen ziselierten und brachialen Rhythmen. Dabei nutzen die drei Virtuosen ihre Kompositionsvorlagen als ideale Sprungbretter für lustvolle Geschichten. Und kitzeln manchmal auch die Grenzen ihrer Spieltechniken und Ausdrucksformen. Daraus entsteht eine Seelenmusik voller Energie, Poesie und feinem Witz.
Wenn Luciano Biondini, Michel Godard und Lucas Niggli gemeinsam musizieren, verschwimmen die Grenzen von Alter und Neuer Musik, von imaginärer Folklore und jazzinspirierter Improvisation«, schreibt der Musikpublizist Bert Noglik zur ersten CD des Trios What Is There What Is Not. Sie ist im Frühjahr beim Züricher Label Intakt erschienen und enthält neun Stücke voller Poesie und Energie. Um die besondere Klangkunst des italienisch-französisch-schweizerischen Trios sprachlich zu fassen, wird augenzwinkernd auch schon mal Begriffsakrobatik betrieben: »Contemporary Mediterranean Alpine Chamber Music« hieß es etwa in der Ankündigung eines Konzerts der Band in Österreich.

Biondini, Godard und Niggli spielen mit der Entgrenzung von Zeit und Raum, von Stilen und Klangfarben. Von den gängigen Instrumentierungen eines Jazztrios ist nur noch das Schlagzeug übrig: Tuba und Akkordeon statt Kontrabass und Klavier (oder Saxophon). Jazzpuristisch wäre zu fragen: Geht das überhaupt – zumal das Trio sich auch nicht scheut, neben den Eigenkompositionen ein Adagio von Johann Sebastian Bach oder John Coltranes »Naima« zu spielen?


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LUCIANO BIONDINI

Eine Melange aus introvertierter Kammermusik, zeitgenössischem Jazz, italienischer Folklore und argentinischem Tango - serviert vom Weltmeister auf seinem Instrument .
Luciano Biondini gehört zu den großen Virtuosen des aktuellen Akkordeon-Geschehens. In seinen Improvisationen nimmt er das Publikum auf rasante Ausflüge mit, verliert sich aber nicht in technischer Oberflächlichkeit. Der Mann aus Perugia erdet seine Jazzlust mit Bezügen zu italienischen Musiktraditionen. Das Spiel seines Trios hat gleichermaßen südländisches Temperament und mediterranes Flair.

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Luciano Biondini gehört zu den weltweit besten und virtuosesten Akkordeonisten. Ausgebildet als klassischer Musiker war er mehrfacher Akkordeon-Weltmeister, bevor er die Lust an der Musik verlor und vier Jahre lang Pause machte. Ueber Freunde kam Biondini mit dem Jazz und der Improvisation in Berührung, die ihm neue musikalische Perspektiven eröffnete. Heute gehört Luciano Biondini zu den umfassendsten Musikern des Genres. Er verbindet die klassisch trainierte Technik mit befreiter Musikalität und - ebenso wichtig - italienischer Lebensfreude. Daraus entsteht Musik, die biszuweilen überschäumt, fasziniert, begeistert - immer berührt. Bisher kannte man Luciano Biondini als Partner des Klarinettisten Gabriele Mirabassi oder im Duo mit dem argentinischen Saxophonisten Javier Girotto, von dem er ebenfalls starke musikalische Einflüsse aufgenommen hat. In diesem Frühjahr erscheint bei Enja Records seine erste Solo-CD, eine musikalische Wundertüte, in die Biondini sein ganzes musikalisches Können verpackt hat. Und im Mai geht er zum ersten Mal mit seinem eigenen Trio auf Tournee. Mit dabei sind der Bassist Salvatorie Maiore und der Schlagzeuger Roberto Dani, beides ebenfalls Grössen der italienischen Jazzszene.