treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

Spielplatz am Volksgarten. Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck. Geöffnet täglich von 10 bis 1

JENSEITS VOM CHRISTKINDLMARKT // DER neue TREIBHAUS-PASS // & MORE.

Den Treibhaus-Konzert-Paß (gilt bis 30.6.'20) oder Eintrittskarten als erlesene Genschenks-Papiere: das Winter & Frühjahr bereits im Vorverkauf. Von Rebekka Bakken bis John Scofield bis Lola Marsh, von Mascheks Jahresrückblick bis Manuel Rubey. Den Paß gibts endlich online - mit dem Link d(r)oben im Menu!

JEAN PAUL BOURELLY

brodelnd-groovender Jungle World Blues.

Jean-Paul Bourelly ist ein unermüdlicher Pendler zwischen Tradition, Mainstream, Avantgarde und Rock. Nicht allein deswegen wird er des Öfteren als einziger würdiger Erbe von Jimi Hendrix bezeichnet. Er rezipiert nicht einfach nur, sondern er reichert Hendrix’ Erbe durch Hip Hop, Funk, Hardrock und Jazz an. Heraus kommt ein brodelnd groovender Jungle World Blues, der die Beinen elektrisiert und auch noch den letzten Zuhörer zum Tanzen verleitet. Dieses besondere Talent blieb nicht unbemerkt, und so zieren Bourellys Discographie Namen wie Miles Davis, Evin Jones, McCoy Tyner oder Defunkt. Auf dem aktuellen Album Vibe Music würzt Jean-Paul Bourelly seinen Blues einmal mehr mit einer gehörigen Portion Funk und Rap und katapultieren ihn so in einen bis dato ungehörten, packenden Sound
Bourellys schwerer Ton verweist auf seine Wurzeln: Chicago. Ein Teil seiner selbst scheint jedoch eine tiefe Verbindung mit Jimi Hendrix eingegangen zu sein. Trotzdem gehört er nicht zu den vielen Hendrix-Epigonen, sondern reichert dessen Erbe durch HipHop, Funk, Hardrock und Jazz an und macht daraus sein Markenzeichen:


JEAN PAUL BOURELLY

Jean-Paul Bourelly wurde am 23. November 1960 in Chicago, Illinois (USA), geboren. Seine Eltern waren Einwanderer der ersten Generation aus Haiti. So wuchs er in Chicago auf und lernte Yoruba-Musik von seiner Großmutter, während er gleichzeitig den elektrifizierten Blues von Muddy Waters aufsog. Er erhielt Gesangsstunden und sang schon mit zehn Jahren im Lyric Opera House Rossini. Bei Von Freeman erhielt er Klavier- und Trommelunterricht. Als er 1974 Jimi Hendrix hörte, wechselte er sofort das Instrument und nahm Gitarrenstunden.
1979 zog er nach New York und bekam ein Engagement bei Chico Hamilton. Es folgten Auftritte mit Muhal Richard Abrams, Roy Haynes, Elvin Jones, Mc Coy Tyner und Pharaoh Sanders. Auch Avantgarde-Musiker wie Olu Dara und der Alto-Saxofonist Henry Threadgill begrüßten ihn in den Reihen ihrer Formationen. Darüber hinaus bekam er sogar eine Rolle in Francis Ford Coppolas Cotton Club. 1989 engagierte ihn Miles Davis für "Amandla".

Bourelly ist ein außergewöhnlicher Sänger und virtuoser Gitarrist. Ursprünglich klassisch ausgebildet, spielt er heute einen Cross Over, "Jazz ohne Grenzen", den er selber "Blue Wave" nennt. Nach Jahren der Zusammenarbeit mit Jazz-Größen wie Cassandra Wilson, Pharaoh Sanders, Archie Shepp und Miles Davis, initiierte er in den neunziger Jahren diverse experimentelle Projekte und seit 1999 den "Back Room" im Berliner Haus der Kulturen der Welt.

Jean-Paul Bourelly ist ein außergewöhnlicher Sänger und Gitarrist, der auf der Musikbühne steht, seit er im Alter von 14 Jahren sein Debüt mit einem an Carlos Santana orientierten Hardrock gab.
Bourelly wuchs in einer Familie auf, die Musik liebte und die sich ihrer Traditionen bewusst war. Als haitianische Einwanderer waren die Bourellies in Kontakt mit der lyrischen haitianischen Musik, dem Voodoo-Kult und traditionellen Festen. Vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen lernte Jean Paul Bourelly früh sein kulturelles Erbe und seine musikalischen Wurzeln kennen. Er erhielt eine Gesangsausbildung und sang schon im Alter von zehn Jahren im Lyric Opera House Rossini - mit weiß geschminktem Gesicht: "Damit wir wie kleine Italiener aussahen".
 
Trotzdem wurde Bourellys Musik vor allem durch seine Umgebung inspiriert. "Überall gab es Blues", erzählt er, "nicht nur im Radio. Er war überall zu hören, in den Straßen, in den Bars, aus den Fenstern...". Bourelly nahm Klavier- und Trommelunterricht bei Von Freemann und begann bereits mit 14 Jahren öffentlich aufzutreten. Doch dann kam die wirkliche musikalische Initialzündung: Als er mit 14 Jahren Jimi Hendrix hörte, entschied er sich auf der Stelle, die Instrumente zu wechseln. "Als ich das erste Mal die Gitarre in die Hand nahm, kam Blues heraus," erinnert sich Bourelly.
 
Mit dem Grundstock seiner klassischen Ausbildung, der Inspiration durch den Blues und schon beachtlichem technischen Können, das er noch erweitern wollte, zog Bourelly 1979 nach New York. Schon ein Jahr später spielte er eine herausragende Rolle bei Muhal Richard Abrams "Blues Forever", ein Album, das zur "Down Beat Record of the Year" gekürt wurde. Es folgten Kollaborationen mit den Drummern Roy Haynes und Elvin Jones sowie dem visionären Saxofonisten Pharaoh Sanders. Bald bekam Bourelly Engagements für Plattenaufnahmen wie "That Old Feeling" (Blue Note) und Cassandra Wilsons "Point of View". Miles Davis war so beeindruckt von Bourellys musikalischem Talent, dass er ihn für "Amandla" engagierte.
 
Jean-Paul Bourelly war eines der jüngsten Mitglieder der Musiker, die inzwischen die "Väter des Jazz" heißen. Seine Arbeit hat verschiedene musikalische Bewegungen beeinflusst, wie z. B. die "Black Rock Coalition" und die blühende "M-base"-Szene. Sogar in der Rockmusik war Bourelly für seine futuristische, funky und krachend verzerrte Gitarre bekannt. Er spielte gemeinsame Alben mit Robin Trower ("Guitar Speak II.I.R.S.") und Rod Steward ("Hendrix Tribute France") ein und stand mit Jack Bruce und Terry Bozio (in Stuttgart) sowie der Europäischen Rockband "Matalex" auf der Bühne.


BAND OF GYPSIES RELOADED:
CINDY BLACKWELL drums
MELVIN GIBBS bass

CINDY BLACKWELL
Seit über zehn Jahren verlässt sich Lenny Kravitz auf das rhythmische Fundament von CINDY BLACKMAN. In allen Videos des Popstars ist sie Blickfang und groovendes Herz zugleich. Wenn sie mal nicht mit Kravitz die großen Hallen rockt, tritt sie als Bandleaderin verschiedener Jazzrock-Projekte auf. Sie begann als Clubmusikerin, spielte danach mit Größen wie Cassandra Wilson oder Sonny Rollins, war natürlich am Hendrix-Projekt von Nguyen Le beteiligt und tourt seit über 10 Jahren mit Kravitz um den Erdball.

MELVIN GIBBS
MELVIN GIBBS ist vom New Yorker Time Out Magazine der “beste Bassist der Welt“ genannt worden. Der Red Hot Chili Peppers Bassist Flea nennt ihn seinen „Lieblingsmusiker“. Als hoch angesehener Vertreter der New Yorker Musikszene hat er sein einzigartiges Talent an der Seite zahlreicher Größen der unterschiedlichsten Genres bewiesen, auf nahezu 200 Alben ist er zu hören. Er war Mitglied von Defunkt und der Rollins Band, er spielte an der Seite von (eine kleine Auswahl): David Byrne, Arto Lindsay, Bill Frisell, David Murray, Elliott Sharp, John Zorn, Caetano Veloso, Marisa Monte, John Medeski, World Saxophon Quartet, John Scofield, Lester Bowie, Joshua Redman, Eddie Palmieri, Emilio Barretto, The Punk-Funk-All-Stars und...und..und...
Dieses Power-Trio sorgt mit Sicherheit für eines der heißesten Zusammentreffen von Funk, Heavy Rock und Jazzfusion.