treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

Spielplatz am Volksgarten. Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck. Geöffnet täglich von 10 bis 1

JENSEITS VOM CHRISTKINDLMARKT // DER neue TREIBHAUS-PASS // & MORE.

Den Treibhaus-Konzert-Paß (gilt bis 30.6.'20) oder Eintrittskarten als erlesene Genschenks-Papiere: das Winter & Frühjahr bereits im Vorverkauf. Von Rebekka Bakken bis John Scofield bis Lola Marsh, von Mascheks Jahresrückblick bis Manuel Rubey. Den Paß gibts endlich online - mit dem Link d(r)oben im Menu!

JUSTIN KAUFLIN

Als Justin Kauflin im Alter von elf Jahren erblindete, liess er sich von diesem Schicksalsschlag nicht entmutigen, sondern folgte weiterhin mit Leidenschaft seiner Muse, der Musik. Inzwischen zählt der 30-jährige Pianist zu den grossen Jazzhoffnungen seiner Generation. Kauflin wurde massgeblich von Clark Terry gefördert, zählt die viel zu jung verstorbenen Pianisten James Williams und Mulgrew Miller zu seinen wichtigen Vorbildern und wird von keinem Geringeren als Quincy Jones gemanagt. In seinem Spiel verbindet Kauflin die Vertracktheit des Postbop mit Einflüssen aus der Gospel-Musik.


Der heute 30jährige blinde Pianist Justin Kauflin, galt schon früh als Wunderkind. Seine musikalische Reise begann er im zarten Alter von vier Jahren auf einer Suzuki Violine. Das Klavier kam fünf Jahre später hinzu. Später an der William Paterson University, nahm ihn Jazztrompeterlegende Clark Terry unter seine Fittiche, der einst als Mentor für den jungen Miles Davis agierte. Kauflin wurde die Ehre zuteil, Terrys letzter Protegé zu sein. Dazu kamen in seiner Musikerziehung Meisterpianisten wie Mulgrew Miller und Harold Mabern. Auch sie halfen Kauflin künstlerisch entscheidend weiter. „Keep On Keepin´On“, eine berührende Dokumentation über die Freundschaft zwischen dem mittlerweile verstorbenen, damals 93jährigen Clark Terry und dem Youngster, kam im Vorjahr in die Kinos.
Am Instrument ist Kauflin ein nachdenklicher, vorzugsweise die schönen Melodien zelebrierender Musiker. Mit seinen sensiblen Verjazzungen von Beatles-Klassikern wie „A Day In A Life“ und „Strawberry Fields Forever“ machte er sich viele Freunde.

Justin Kauflin (piano)
Billy Williams (drums) 
Thomas Fonnesbaek (bass)

Trompeterlegende Clark Terry hat ihn entdeckt,
Quincy Jones hat den blinden Pianisten in seiner Obhut:
„Keep On Keepin´On“: a star is born.

Der wunderbare Dokumentarfilm «Keep On Keepin On» endete noch in Moll:
der Jazz-Great Clark Terry liegt im Sterben, der junge blinde Pianist Justin Kauflin kehrt von New York nach Hause zurück. Zwei Jahre später aber spielt Justin Kauflin mehr Konzerte denn je und lebt wieder in New York. Der grosse Jazz-Trompeter Clark Terry musste im Kampf gegen seinen Altersdiabetes Terrain abgeben, Stück für Stück. Der junge Pianist Justin Kauflin hat seinem Mentor zwar gezeigt, dass die Welt auch blind zu meistern ist, schafft es aber nicht, als blinder Pianist in der harten Szene New Yorks Fuss zu fassen. Der Dokumentarfilm «Keep On Keeping On» erzählt diese Geschichte, und es ist nicht zuletzt eine Geschichte vom Scheitern. Zwei Jahre nach dem Film erzählt Justin Kauflin, wie das Scheitern auch Raum für neue Hoffnung geben kann.

Der junge Pianist Justin Kauflin wird u.a. dafür geschätzt, dass er viel Leidenschaft in sein Spiel einfliessen lässt, so wie auch für sein Feingefühl und seine Vorstellungskraft, die sich in seinen Soli widerspiegelt. Sein letztes Album Dedication wurde von Quincy Jones persönlich produziert. Er ist es auch, der Kauflin  auf  seine World Tour 2013 und 2014 mitnimmt.
Mit nur vier Jahren lernt er Geige zu spielen, widmet sich wenig später dem Klavier und gibt mit sechs Jahren seine ersten Konzerte, bevor er sehr bald einen Platz als Solist für verschiedene Orchester einnimmt. Erst nach etwa zehn Jahren klassischer Musik geht er zum Jazz über. Mit der nötigen Professionalität absolviert er, seit seinem 15. Lebensjahr, USA-weit Auftritte. Der legendäre Trompeter Clark Terry nimmt ihn unter seine Fittiche und gewährt ihm einen Platz in seinem Ensemble. Justin hat Hochachtung für seinen zu Beginn des Jahres verstorbenen Mentor und würdigt diesen regelmässig. An diesem Abend, der ganz im Zeichen des Piano-Jazz steht, wird er im Trio auftreten und mit Elfenbein- und Ebenholz unter den Fingern viel Gefühl zeigen.