treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

Spielplatz am Volksgarten. Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck. Geöffnet täglich von 10 bis 1

das treibhaus ist wieder offen - alltäglich ab 16:00 bis sperrstund ist (ca 1UHR)

der Garten öffnet alltäglich ab 16:00 - um 19:00 mutiert der Teil vor der Gartenbühne in einen KONZERTSAAL. Das ganze Sommerprogramm findet an der frischen Luft statt. Konzertbesucher können gern Platzkarten reservieren - procedere wie im Sommer & Herbst. (auf www.treibhaus.at/programm). Einlaß in den "Konzertsaal" ist um 18:00. Restkarten werden am Veranstaltungstag ab 18:30 ausgegeben // fürs Wirtshaus reservieren wir keine Tische - denn da ist Platz für fast alle: die Weiberwirtschaft hat sich auf den Treibhaus-Vorplatz ausgedehnt - unser Begleitservice hilft beim Tisch-suchen. Kommt, ihr habt alle Platz # alles wird gut.

TRIO EUTER

Rock'n Roll PUR: Das Buurebüebli, die wissi Geiss, das Härzeli wie nes Vögeli und min Vatter isch en Appizäller:

Der Name deutet es schon an. Die Musiker vom Trio Euter wissen noch, dass die Milch von der Kuh kommt und nicht aus dem Tetrapack. Aber sie sehen halt nicht ein, weshalb die Volksmusik nur für diejenigen sein soll, die selber melken können.
Wenn die akustische den Punk anschlägt, kommt das Jodlerchörli bald einmal ins Schwitzen. Das Trio Euter hat das ehemalige Bauernlied "Gang rüef de Bruune" aufgepimpt! Weil das Vieh, das hierzulande einst mit diesem Ruf eingebracht wurde, dem Euterschen Galopp aber nicht mehr zu folgen mag, beabsichtigen die Ethno-Rocker nun, Ausgänger und Ausgängerinnen damit vor die Bühne zu nötigen. Das verleiht dem Ausdruck "lüpfige Stubete" mehr als nur einen Touch Rock'n'Roll. Und das passt schon - könnte man den traditionellen Schlachtruf "Sex, Drugs and R'n'R" doch getrost in ein alpenländisches "Auf der Alm, do gibt's koa Sünd" übersetzen...

Der Name deutet es schon an. Die Musiker vom Trio Euter wissen noch, dass die Milch von der Kuh kommt und nicht aus dem Tetrapack. Aber sie sehen halt nicht ein, weshalb die Volksmusik nur für diejenigen sein soll, die selber melken können.
Weil, eigentlich, wenn man es sich recht überlegt, dann muss man doch einfach zugeben, dass eine Menge gegangen ist, seit man Alpaufzüge aus der Liste der Volkssportarten streichen musste. Das Frauenstimmrecht wurde eingeführt, Scheidungen sind neuerdings an der Tagesordnung, das Fensterlen ist wegen der Hochhäuser aus der Mode gekommen, die Schweiz der UNO beigetreten (und trotzdem noch neutral) und der Rock’n’Roll hat angefangen und bisher nicht mehr aufgehört. Was also tun, in Zeiten in denen sogar die „Volksmusik“ nicht mehr im Volk wurzelt?
Das Trio Euter besinnt sich einfach wieder auf die richtig alten Schweizer Volkslieder. Macht ihnen mit ein bisschen Rockmusik Dampf unterm Allerwertesten, umgarnt sie mit Respekt und lässt sie los aufs Publikum. Und siehe da. Die alten Eidgenossen wussten nicht nur ums Kiffen, das waren auch ausgemachte Schlawiner, mit einem Liebchen hier und einem im nächsten Dorf. Und auch mit einem Schnäpschen stielt man dem lieben Gott nicht gleich den Tag.


Während man also erstaunt fest stellt, dass Volksmusik nicht nur Blockflöten-Unterricht bedeuten muss, sondern auch mit dem Leben heute zu tun haben kann und mit einer Rock’n’Roll-Einstellung, die Autoritäten grundsätzlich misstraut und den Mutterwitz als Opposition einsetzt – während man also noch verwundert den Kopf schüttelt, kommt das Trio Euter mit Songs neueren Datums, die ganz dieser Tradition folgen. Dem Schacher Seppli, beispielsweise. Und weil der Sepp eigentlich ein Hit ist, ist man jetzt in der Nähe der „neuen Volksmusik“, weil hinter Ruedi Rymanns populärstem Lied muss sich Matter, Mani nicht verstecken oder die West, Züri, was ja noch viel lauter aufbegehrte. Dem Trio Euter hingegen reicht die Deutlichkeit. Sein Instrumentarium braucht keinen Strom, funktioniert auf Bühnen so gut wie bei Stubeten oder in Fussgängerpassagen. Und wenn da jetzt ein kleines bisschen „zurück zur Natur“ anklingt, kommt das nicht von ungefähr: Milch von der Kuh ist nicht „gruusig“, das UHT-Zeugs aus der Plastikflasche hingegen schon.

Das muss man sich vorstellen: Es stehen drei Vorstadtsennen in der Stube von einem Chalet auf der Bettmeralp. Sie haben einen fantastischen Ausblick über die Berge. In der Stube stehen Mikrophone, ein kleines Schlagzeug, eine Bassgeige und eine akustische Gitarre. Dann legen sie los, die drei vom Trio Euter, mit ihrer Rock’n’Roll-Stubete. Die geht live aufs Band, ohne Tricks, ohne doppelten Boden oder Effektgeräte, richtig unplugged wie man so sagt.

Die Texte, die die drei singen, kennt jeder. Das Buurebüebli, die wissi Geiss dot äne am Bergli, die grasenden Ramseyers, das Härzeli wie nes Vögeli und min Vatter isch en Appizäller. Aber die Musik dazu, die kommt uns spanisch vor. Das Buurebüebli swingt, die wissi Geiss schlägt aus, die Ramseyers schleichen durch finstere Töne, der Appizäller kracht genauso wie sein Teller und eis Ding könnte auch ein nonchalantes Grossstadtchanson sein. Rock’n’Roll eben.

Mit dem Ländler hat es das Trio Euter nicht so. Was wir heute unter diesem Begriff verstehen, wurde im 19. Jahrhundert geschrieben fürs Entertainment der Kurgäste. Mit der überlieferten, alten Volksmusik hat das nur noch wenig zu tun. Trotzdem war die neue Form so erfolgreich, dass sie die alte über weite Strecken verdrängte: Ein grosser Teil der Schweizer Volksmusik ging damals verloren.

Vielleicht liegt es daran, dass der Rock’n’Roll auch in der Schweiz auf fruchtbaren Boden und begeisterte Ohren stiess. Oder ist es, weil der Blues halt auch in unseren Tälern einleuchtet? Man muss ja nur mal einem Alphorn zuhören… Und wenn der plaaged Hansli nicht den Blues hat, ja was denn dann?

Bei aller Begeisterung für die Musik, die Songtexte waren und sind eine andere Geschichte. Carl Perkins’ blaue Wildlederschuhe musste man in der Schweiz erst importieren. Und für Grossstadt-Reportagen wie die von Lou Reed aus Downtown Manhattan ist sogar das greater Züri zu klein. Der Rock’n’Roll packte uns Fernwehbergler halt mit seinem lüpfigen Beat. Texte haben wir selber und die sind genauso frech, wehmütig oder lüstern. Schliesslich ist uns unsere Musik abhanden gekommen aber nicht unsere Hirne, Zungen und Herzen.

Das Trio Euter macht, was längst schon auf der Hand lag: Es schneidert den alten Texten ein neues Gewand und macht dem Rhythmus Beine, damit den nervösen Computergoofen das Gesicht nicht einschläft. Dann stellt es sich hin, das Trio, mit seiner Bassgeige und dem Trömmeli und der Gitarre und stubet drauflos, dass es die Gamer plötzlich nicht mehr in den Daumen sondern in den Füssen juckt. So holt man Blockbewohner hinter ihren Zentralheizungen hervor.

Nur eines haben wir nicht verstanden. Warum haben die Euterbuben auf der Bettmeralp die Idee gehabt, ihre Platte „Büsi“ zu taufen? `S esch nämlich gar en heissi Chatz mit aagmalete Chralle!





Us de Press:

Alpenrosen, Martin Sebastian (September 2007)

[...] Die Texte, die die drei singen, kennt jeder. Das Buurebüebli, die wissi Geiss, Det äne am Bergli, die grasenden Ramseyer, das Härzeli wie nes Vögeli und min Vatter isch en Appizäller. Aber die Musik dazu ist Rock'n'Roll, lüpfiger Beat und Blues. [...] Mit dem Ländler hingegen hat es das Trio Euter nicht so. Dafür lieben sie die alten Liedtexte - frech, wehmütig und lüstern - und den verbindenden Groove der alten Volkslieder. [...]

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CD-Review auf music.ch (März 2007)

Das Trio Euter ist schon seit längerem ein Geheimtipp auf der music.ch Redaktion. Jetzt ist ihre erste CD in Albumlänge erschienen. [...] Eine wahre Rock'n'Roll Stubete also. Genauso hat das Trio siebzehn Klassiker der Schweizer Volksmusik eingespielt. Eine Hommage an das traditionelle Liedgut im Unterschied zu bekannten Persiflagen etwa der Funpunker von QL. Das Buurebüebli swingt, die wissi Geiss schlägt aus, die Ramseyers schleichen durch finstere Töne. Das ursprünglich sauglatte Fidiri-Fidira-Fidirallala tönt in der Euter-Version so, wie es eigentlich immer schon hätte müssen: bedrohlich finster. Überhaupt beherrschen Aldo Caviezel, Andy Marti und Erich Güntensberger das musikalische Spekturm auf dem sie herumturnen. Das geht dann vom Ethno-Rock über den Swing ("S'isch mer alles ei Ding"), zum Blues ("Det äne am Bärgli") und über eine Speed-Polka ("Min Vatter isch en Appezöller") über zum Reggae ("Zogä am Bogä"). In den Texten bleiben die Euters nicht in jeder Hinsicht nahe am Original. Genaues hinhören lohnt sich. Weltklasse!

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Manu Gehriger, Musikjournalist, Schweizer Musik und Medien Verband SMMV

Büsi on the run! Musiker mit viel Gefühl und Reife haben sich unseren alten Liedern angenommen und mit Liebe und vor allem Spielfreude etwas geschaffen, was sogar manchem Traditionalisten das Herz auftun kann. Da kann man richtig reinliegen, mitgehen und hehre Stimmungen ausleben.

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CD-TIPP im Blick, Olivier Joliat (Dezember 2006)

Fern von Swissness und hippem Ethno-Chic spielen Trio Euter alte Volksweisen. Geblieben ist von den 17 Klassikern wie "Gang rüef de Bruune" oder "Es Buuremeitli man i ned" jedoch nichts als die Texte. Versehen mit neuen Melodien und instrumentiert mit Gitarre, Bass und Schlagzeug verlieren die Lieder den dumpf volkstümlichen Charakter. Umso mehr wirkt die Bauernschläue, der Witz oder auch die Tragik der alten Lieder. Die Stubete wischt so manches Vorurteil weg.

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Zugerbieter (Dezember 2006):

"Büsi" ist keine Katzenmusik. Vielmehr bringt die neue CD des Trio Euter die Zuhörer zum Schnurren [...] Urchige und schon fast vergessene Volkslieder werden mit Respekt vor dem Alten und Mut zum Neuen entstaubt und neu interpretiert. So kommt "Gang rüef de Bruune" rockig daher, "Det äne am Bärgli" wird zum erdigen Blues und "Am Himmel stoht es Sterli" ist und bleibt eine wunderschöne Ballade.

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CD-Review auf www.blacksheep.ch, Dieter Waser (Januar 2007)

[...] Fazit: Selbstbewusst und auf samtweichen Pfoten betritt Trio Euters CD „Büsi“ die Stube der modernen CH-Musik und hat sich ein sicher warmes Plätzli auf dem „Chouscht“ gesichert. Super Produktion!

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CD-Review auf www.swiss-music-news.ch (Januar 2007)

Das Trio bearbeitet Volksmusik auf seine ganz eigene Weise: Es besinnt sich wieder auf die richtig alten Schweizer Volkslieder, wie «S’isch mer alles ei Ding», «Zoge am Bogä», «Det äne am Bergli», «Vo Lozern gäge Wäggis zu» oder «Mir Sänne hey’s luschtig», macht ihnen mit ein bisschen Rockmusik Dampf unterm Allerwertesten, umgarnt sie mit Respekt und lässt sie los aufs Publikum. Es schneidert den alten Texten ein neues Gewand, macht dem Rhythmus Beine, «damit den nervösen Computergoofen das Gesicht nicht einschläft»... Aldo Caviezel (voc, g), Andy Marti (bg, voc) und Erich Güntensperger (d, voc)sind auch unterwegs: Ihr Instrumentarium braucht keinen Strom, funktioniert auf Bühnen so gut wie bei Stubeten oder in Fussgängerpassagen.

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ZüriTip, Benedetto Vigne (Februar 2007)

"Es Buurebüebli" und "S'Ramseyers" - das ist purer Rock'n'Roll. Das behauptet zumindest das Trio Euter aus Zug. Man muss eben nur ein wenig die Melodien und die Strukturen anpassen - und die Texte nötigenfalls auch. Andy Marti, Erich Güntensperger und Aldo Caviezel wählen bewusst die klassischen Rockpatterns als Ausgangspunkt und pfeifen weitgehend auf die ursprüngliche Liedform. Zudem spielen die drei Quasiprofis ihre verfremdeten Stücke im Unplugged-Verfahren, also nur mit Bäselidrums, Akustikgitarre und Stehbass. Und mit viel bluesigem Timbre. Und so fägen jetzt die alten schweizerdeutschen Songs in einem lustvollen luftigen Kellergroove daher, halb Rockabilly, halb Lo-Fi-Pop, und klingen immer noch, als wäre dies alles hier zu Lande erfunden worden. (bv) [...] ein Konzertbesucht lohnt sich sehr!

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www.trespass.ch, Ko:L (Februar 2007)

Da haben sich mal wieder drei an Schweizerisches Volksliedgut gemacht. Nicht an „Alperose“, „Heimweh“ oder „Schwan“ - an echte Traditionals haben sich Aldo Caviezel (Gesang und Gitarre), Andy Marti (Bassgeige und Gesang) und Erich Güntensperger (Schlagzeug und Gesang) gemacht. „Gang rüef de Bruune“, „S'Guggisberglied“, „Zogä am Bogä“, „Es wott es Froueli z'Märit ga“ oder „S'Ramseyers wei go grase“ - und 12 weitere Lieder aus dieser Liga haben die drei gesammelt, neu interpretiert und auf ihrem „Büsi“ (echt, so heisst das Album!) zusammengefasst. Die Instrumentierung lässts erahnen – hier geht’s nicht um Punk, Ulk und Skihütten-Groove. Das Trio Euter tat, was die Unterhalter vor über hundert Jahren taten: Damals hielt der Ländler in der Schweiz Einzug – zur Unterhaltung der Gäste. Das eigentliche Volksmusikgut verschwand mehr und mehr. Heute – wo der Ländler als DAS Mittel zur Unterhaltung selber um Anerkennung kämpfen muss – kommen nun die drei „Euter“-Buben und rocken los. Nirvana Unplugged quasi – einfach umgekehrt. Anstatt brachialen Sound für Mainstream zu beruhigen, peppt das Trio Euter die oft emotionslos interpretierten Traditionals auf – mit Groove, Swing, Blues und Rock'n'Roll. Und genau wie die Geschichten, die all diese grossen Lieder erzählen, ist der Sound auf „Büsi“ - echt und ehrlich. Bisweilen rumpelts und schepperts ganz doll – genau so wie zu Gotthelfs Zeiten auf dem Märit in Langau, wenn die Bauern, Käser und Vehhändler zu sehr dem Gersten- oder Traubensaft zugesprochen hatten und das eine Wort das andere gab und wenig später eine Gaststube renoviert werden musste. Rock'n'Roll muss definitiv nicht aus dem Wilden Westen kommen!


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Apero, Neue Luzerner Zeitung, Thomas Huwyler

[...] Trio Euter heisst die Kapelle, die keine Scheu vor dem Schweizer Volksliedgut hat, es aber natürlich nicht beim planen Nachspielen belassen. Altbekanntes wird tüchtig entstaubt und folkig bis rockig mit gebührendem Respekt aufgepeppt - es wird neu hörbar, frisch und aber auch frech, wenn es die drei auf amüsante Art anpacken. Packend.

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Zuger Zeitung, Falco Meyer

[...] Da blickt die Fröhlichkeit dieser alten Lieder in einer Weise durch, die auch Nicht-Volksmusikfans ansteckt, es wird gejohlt und gejodelt im Publikum.

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