treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

Spielplatz am Volksgarten. Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck. Geöffnet täglich von 10 bis 1

das treibhaus ist wieder offen - alltäglich ab 16:00 bis sperrstund ist (ca 1UHR)

der Garten öffnet alltäglich ab 16:00 - um 19:00 mutiert der Teil vor der Gartenbühne in einen KONZERTSAAL. Das ganze Sommerprogramm findet an der frischen Luft statt. Konzertbesucher können gern Platzkarten reservieren - procedere wie im Sommer & Herbst. (auf www.treibhaus.at/programm). Einlaß in den "Konzertsaal" ist um 18:00. Restkarten werden am Veranstaltungstag ab 18:30 ausgegeben // fürs Wirtshaus reservieren wir keine Tische - denn da ist Platz für fast alle: die Weiberwirtschaft hat sich auf den Treibhaus-Vorplatz ausgedehnt - unser Begleitservice hilft beim Tisch-suchen. Kommt, ihr habt alle Platz # alles wird gut.

TONY ALLEN

Ohne Tony Allen gäbe es keinen Afrobeat. (Fela Kuti)

Der nigerianische Schlagzeuger legt die Wurzeln des Afrobeats frei.
Tony Allen gilt seit langem als bester Schlagzeuger Afrikas und ist einer der einflussreichsten Musiker des Kontinents. Seine Einflüsse sind Highlife, Soul/Funk, Jazz und traditionelle nigerianische Trommeln. An der Seite von Fela Kuti, mit dem er 15 Jahre zusammenspielte, erfand er den Afrobeat, einen treibenden, funkigen, politisch aufständischen Stil, der nicht nur innerhalb der afrikanischen Musik eine treibende Kraft wurde, sondern auch weltweit einflussreich war. Das soeben erschienene World Circuit Album (Buena Vista Social Club etc) Secret Agent ist nicht nur ein majestätisches Zeugnis der Wurzeln des Afrobeats, sondern auch Allens erste Veröffentlichung, seit er als Gründungsmitglied von The Good The Bad And The Queen neben Damon Albarn, Paul Simenon und Simon Tong für Aufsehen sorgte. Secret Agent" wurde von Allen selbst produziert und mit seiner erprobten Tourband aufgenommen - darunter Musiker aus Nigeria, Kamerun und Frankreich. Das Ergebnis: nagende Gitarren, funky Keyboards, gefühlvoller Gesang, dicke Bläser und jede Menge treibende, unwiderstehliche Beats.
"Ohne Tony Allen gäbe es keinen Afrobeat." (Fela Kuti)

Der Nigerianer Tony Allen war nicht nur der Schlagzeuger des "Black President" Fela Kuti, sondern kann als eigentlicher spiritus rector des Afrobeats gelten . In den 1960ern, als er noch als Techniker für einen Radiosender arbeitete, begann er, sich mit Musik zu befassen und beschloss rasch, sich ausschließlich den Drums zu widmen. 1963 traf er Fela Kuti und gründete mit ihm ein Jahr später die Band "Koala Lubitos".

Fela zeichnete für die Texte verantwortlich und Tony war für die musikalische Seite der Band zuständig. Schon damals hob er sich durch seinen unverwechselbaren Schlagzeugstil heraus. Das Projekt - bald unter dem Namen "Afrika 70" firmierend - hielt insgesamt vierzehn Jahre und begründete das weltweit bekannte Phänomen Afrobeat. Das Rezept war eine Mischung aus westafrikanischem Highlife und amerikanischem Funk, dazu traten die kritischen Texte des revolutionären Fela. Stilbildend war jedoch auch Allens unverwechselbare Rhythmusgebung, so komplex wie das Zusammenwirken von vier Drummern.

1979 trennte sich Tony Allen von Fela Kuti, da er in dessen Band nicht zur erwünschten Geltung kommen konnte, und gründete seine eigene Band, die Mighty Irokos, mit denen er in Nigeria "No Discrimination" aufnahm. 1984 löste Tony Allen die Gruppe auf und legte in Japan und London Zwischenstationen ein. Zu dieser Zeit kollaborierte er mit King Sunny Adé, dessen Juju ihn auf seiner ersten Solo-EP beeinflusste.

1986 siedelte er nach Paris über, experimentierte weiterhin mit Afrobeat, Funk, Jazz und elektronischen Einflüssen, ließ sich auf Manu Dibangos Album "Wakafrika" hören. 1999 unterschrieb Tony Allen beim französischen Label Comet Records und veröffentlichte dort Psyco On Da Bus" eine jazzige Electronica-Dekonstruktion des Afrobeat mit seinem Wiederentdecker Doctor L. Weitere Comet-Alben waren "Black Voices" und "Homecooking", bevor er mit einen Live-Mitschnitt aus Montreux und Vancouver von sich reden machte. Auf "Lagos No Shaking" hat er nun die Serie der elektronisch angehauchten Alben unterbrochen und ist mit einem Haufen Newcomern zum guten alten Sound der Siebziger zurückgekehrt - in einer sehr transparenten Spielart und gerade deshalb sehr fesselnd und swingend.