treibhaus

Kulturprogramm für Stadtbenützer

Spielplatz am Volksgarten. Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck. Geöffnet täglich von 10 bis 1

das treibhaus ist wieder offen - alltäglich ab 16:00 bis sperrstund ist (ca 1UHR)

der Garten öffnet alltäglich ab 16:00 - um 19:00 mutiert der Teil vor der Gartenbühne in einen KONZERTSAAL. Das ganze Sommerprogramm findet an der frischen Luft statt. Konzertbesucher können gern Platzkarten reservieren - procedere wie im Sommer & Herbst. (auf www.treibhaus.at/programm). Einlaß in den "Konzertsaal" ist um 18:00. Restkarten werden am Veranstaltungstag ab 18:30 ausgegeben // fürs Wirtshaus reservieren wir keine Tische - denn da ist Platz für fast alle: die Weiberwirtschaft hat sich auf den Treibhaus-Vorplatz ausgedehnt - unser Begleitservice hilft beim Tisch-suchen. Kommt, ihr habt alle Platz # alles wird gut.

STEFAN WAGHUBINGER

AUSSERGEWÖHNLICHE BELASTUNGEN. oder: wenn du nicht brav bist kommst du ins heim.
„Heller Stern am Himmel ... Der Tod und der große Steuerprüfer – sich darüber humoristisch zu äußern, ist große Kunst. Waghubinger kann nicht nur das, sondern er kann uns all das sehr nahe bringen. ... Es ist ein großartiges Programm. Es wird Stefan Waghubinger zu einem besonderen hell glänzenden Stern der Bühnenkunst machen.“ (Stuttgarter Zeitung)
„Philosophie und Humor der Steuerklasse 1 Es ist tieftraurig und zugleich zum Brüllen komisch, banal und zugleich verblüffend geistreich, zynisch und zugleich warmherzig. Vor allem aber ist es eins: verdammt gut. ... Beinahe unmerklich verknüpft der studierte Theologe als melancholisch-philosophischer Spinner feine Fäden, die sich in klugen Variationen durchs Programm ziehen – so lange, bis am Ende alle Stränge zusammenlaufen...“


Waghubinger sollte ein neues Kabarett Programm schreiben, mit dem er endlich die Welt erklärt, aber er kam nicht dazu weil er noch seine Steuererklärung fertig machen musste. Das ganze Jahr über Unsinn gemacht und jetzt muss er ihn auch noch versteuern. Also macht er sie auf der Bühne, diese Steuererklärung. Ein Mann und eine Steuer. Ein Steuermann. Auf dieser Bühne stehen noch ein Tisch, eine Schreibtischlampe, ein Stuhl und auf dem Tisch liegen ein paar Papierstapel. Was nach eineinhalb Stunden dabei herauskommt, ist kein einziges ausgefülltes Formular, dafür ein tiefschwarzer, bissiger und trotzdem irgendwie liebevoller Blick auf den Sinn und Unsinn des Lebens. So treiben ihn die Kästchen in den grünen Bögen von der Erinnerung an seine erste Liebe und an seine erste Lüge bis zu apokalyptischen Visionen über das jüngste Gericht, das erstaunlicherweise einer Steuerprüfung gleicht, bis zur Angst vor dem einen weißen Kästchen das immer irgendwann auftaucht und bei dem man nicht wissen wird was man hineinschreiben soll. Am Schluss bleibt nur eine Frage. Ist dieses Leben eine außergewöhnliche Belastung oder ist es außergewöhnlich schön?
 

 

Pressezitate

„Heller Stern am Himmel ... Der Tod und der große Steuerprüfer – sich darüber humoristisch zu äußern, ist große Kunst. Waghubinger kann nicht nur das, sondern er kann uns all das sehr nahe bringen. ... Es ist ein großartiges Programm. Es wird Stefan Waghubinger zu einem besonderen hell glänzenden Stern der Bühnenkunst machen.“ (Stuttgarter Zeitung)

„Philosophie und Humor der Steuerklasse 1 Es ist tieftraurig und zugleich zum Brüllen komisch, banal und zugleich verblüffend geistreich, zynisch und zugleich warmherzig. Vor allem aber ist es eins: verdammt gut. ... Beinahe unmerklich verknüpft der studierte Theologe als melancholisch-philosophischer Spinner feine Fäden, die sich in klugen Variationen durchs Programm ziehen – so lange, bis am Ende alle Stränge zusammenlaufen...“ (Böblinger Bote)

„Beißende Kritik an der Raffgesellschaft Seine grandiosen Wortspielereien, seine meilenweiten Gedankensprünge, die er mit sonorer Stimme zum Besten gibt, machen vor nichts und niemandem Halt. Der Kabarettist Stefan Waghubinger legt den Finger tief in die Wunde, allerdings ohne ernsthaft zu verletzen. Dabei übt er sehr wohl beißende Kritik an der Raffgesellschaft und ist durchgängig hochpolitisch - und trotzdem kein bisschen besserwisserisch oder missionarisch, sondern einfach nur auf hohem Niveau wahnsinnig komisch.“ (Bergsträßer Anzeiger)

„Schuld ist nur die Steuererklärung ... und genau darin liegt die außergewöhnliche Stärke des Künstlers. Er nimmt sich nicht wichtig und hält sich zurück. Wo andere Kabarettisten schauspielerisch alles geben, spielt er eine stille Paraderolle und zieht alle in seinen Bann“ (Ludwigsburger Kreiszeitung)

„Steuererklärung und andere Belastungen ... Waghubinger ... holt den Humor aus dem tiefen Brunnen...“ (Heilbronner Stimme)

„Stefan Waghubinger besticht durch gezieltes Understatement und subtilen Wortwitz: Sarkasmus in die Vollen. Welt- klasse“ (Kleine Zeitung/ Österreich)

„Es gibt nur wenige Kabarettisten, die es mit Waghubingers Formulierkunst aufnehmen können - und es gibt nur ganz wenige Kollegen, bei denen geschliffene Texte so federleicht durch den Saal schweben.“ (Allgemeine Zeitung Rhein Main Presse vom 30.05.2015)

KOLLEGEN

„Stefan Waghubinger jammert auf höchstem (Bildungs-)Niveau. Theologisch versiert zelebriert er seine schwarze Messe. Diese Comedy ist anbetungswürdig und zum Niederknien.“

Ottfried Fischer (Juryvorsitzender), Laudatio zum Gewinn des goldenen Stuttgarter Besens 2011.

„Endlich mal Comedy mit emotionaler Tiefe. Einer der wenigen, der begreift, dass nur aus Schmerz ware Komik entsteht. Niemand scheitert schöner am Leben als Stefan Waghubinger.“

Helge Thun

"Irgendwie hasse ich Stefan. Der sitzt da auf seinem Hocker, bewegt sich kaum, die Stimme bleibt auch gleich und das Publikum tobt. Da wo ich mit vollem Körpereinsatz alles geben muss, braucht dieser Mann nur Sekun- den und gespielten Minimalismus, um das gleiche Ziel zu erreichen. Schon irgendwie genial!"

Ingo Oschmann 

WIENPREMIERE

DER STANDARD

Stefan Waghubinger: Als die Zukunft im Fernseher noch schwarz-weiß war 7. Oktober 2015, 13:59 posten Der Exil-Oberösterreicher Stefan Waghubinger gab mit "Außergewöhnliche Belastungen" sein desillusioniert-romantisches Wiendebüt Wien – So schnell, wie die Zeit vergeht, hält man sich gern an etwas fest. Und sei es nur der Teelöffel, bis man ihn am Ende abgibt. Aber auch größere Konstanten gibt es im Leben. Geburtstage etwa. Oder die Steuererklärung. Für den ersten Umstand den Biertisch aufgebaut, ist jetzt schon mal der Platz da, auch Letztere zu begehen, denkt sich Stefan Waghubinger im Kabarett Niedermair. Weil er aber keinerlei Lust drauf hat, wird das zum Resümee. Denn die Berge, die man einst versetzen wollte, schiebt man jetzt nur noch vor sich her: Formulare, Belege etc. Einst, das heißt, als die Raumschiff Enterprise-Zukunft im Fernsehen noch schwarz-weiß erschien. Mit dem Holzofen im Rücken war das ein Aufwachsen zwischen zwei Welten, verankert in der oberösterreichischen Provinz: Wo man mit der Kronen Zeitung als "Brandbeschleuniger" das Badewasser aufkochte, es Mülltrennung noch nicht gab (um dieses Kindheitsgefühl des Dreckigseindürfens wieder zu erleben, müsse man heutzutage weiter wohin auf Urlaub fahren) und Political Correctness (" dass man seine Meinung nicht falsch ausspricht") ebenso wenig. Ken im Fabrtopf Wie diffizil letztere Angelegenheit heutzutage etwa ist, illustriert er am Beispiel von Barbie und Ken: Wer von beiden im Spiel der Tochter wem die Koffer hinterhertragen muss, um nicht politisch inkorrekt zu sein, ist für Waghubinger nicht zuletzt eine Frage davon, ob Ken in einen Eimer mit dunkler Holzlasur gefallen ist. "Mit dem Schwarzen spielst nimmer", so das ob aller möglichen ziehbaren Schlüsse besorgte Urteil des Vaters. Dass das nicht billig wird, liegt an der unbemüht unbedarften Art, die Waghubingers Auftritt eigen ist. Und daran, dass er ehrlich wirkt, wenn er die eigene Biografie als Aufhänger behauptet. Zieht man ein paar unnötig einfach kalkulierte Pointen ab, bleibt ein wohltemperiert melancholisches Programm. Über von schlechten Weihnachtsgeschenken zerstörte Selbstbilder, inhumane Ameisen und die Frau, die einen verlassen hat. Darüber, dass man sich mehr hätte freuen sollen und Spuren lieber im Leben hinterlassen will als im Internet. Denn desillusioniert und doch romantisch weiß dieser Mann: Nichts, was wirklich wichtig ist, kann man per Knopfdruck regeln. Waghubinger lebt seit 30 Jahren in Deutschland. Zum Theologiestudium ausgewandert, schreibt und zeichnet er seit 1997 Cartoons (u. a. für die Kirchenzeitung) und Kinderbücher. Außergewöhnliche Belastungen war seine gelungene Wien-Premiere. (Michael Wurmitzer, 9.10.2015) - 

ZUR PERSON

Stefan Waghubinger ist Österreicher, lebt aber seit 30 Jahren in Deutschland. Deshalb betreibt er Österreichisches Jammern und Nörgeln mit Deutscher Gründlichkeit. 
Geboren wurde er in Steyr in Oberösterreich, am ersten Oktober 1966 (an diesem Tag feiert er heute noch seinen Geburtstag).
Weil Steyr nicht klein genug war, ist er in dem Dorf Leonstein im Steyrtal aufgewachsen. Seine Eltern hatten eine Betonwarenerzeugung, ein nicht nur sprichwörtlich hartes Brot, mit dem sie ihn und seine zwei Brüder ernährten.  
1978 hatte er seine erste Sprechrolle als Josef im Weihnachtsstück der Leonsteiner Grundschule. Weil er dabei dem hellen Stern in die falsche Richtung folgte und die Darstellerin der Maria ihn so stark am Mantel zog, dass er hinfiel, gab es die ersten Lacher und Szenenapplaus.  
1980 hörte er nach den Mittagsglocken der Katholischen Pfarrkirche von Bad Ischl das erste Mal Helmut Qualtinger im Radio. Der Name der Sendung sowie Sender sind leider nicht mehr bekannt, aber das Radio stand in der Küche seiner Mutter oberhalb der Brotschublade und Stefan war von der Sendung begeistert.  
1984 hatte er seinen ersten Auftritt als Kabarettist beim Katholischen Jugendball in Leonstein. Ein großer Erfolg. Gleich anschließend machte er aber leider eine etwa 20 jährige kabarettistische Pause.  
1985, als es noch mehr Gott gab als heute, fuhr er mit der Eisenbahn nach Deutschland um Theologie zu studieren. Er blieb in Deutschland. Seit 1993 wohnt er in Korntal bei Stuttgart. Irgendwo muss man ja gemeldet sein, um seine Steuererklärung abgeben zu können.  
Seit 1997 schreibt er Kinderbücher, Cartoons und selten Postkarten aus dem Urlaub. 2004 wurde er Theaterpädagoge, weil man auch mal was Ernsthaftes lernen muss.
2009 der zweite Versuch als Kabarettist mit seinem ersten Programm „Langsam werd ich ungemütlich“. Dabei tat er nur so, als wäre er früher gemütlich gewesen, dabei war er nur langsam. Zahlreiche Preise und ungefähr 500 Auftritte in Deutschland, Österreich und der Schweiz waren die Folge.  
2013 erschien „Langsam werd' ich ungemütlich“ als Buch mit dem Untertitel „Philosophische Betrachtungen über den Unsinn des Lebens“, in dem er humoristisch die Hintergedanken seines Programms verrät.  
Da er wegen der vielen Auftritte und seinem Hang zum Aufschieben nicht mehr in der Lage war, seine Steuererklärung pünktlich abzugeben, macht er diese seit 2014 mit seinem neuen Programm „Außergewöhnliche Belastungen“ auf der Bühne.  
Die „Kleine Zeitung“ aus Österreich meint dazu: „Stefan Waghubinger besticht durch gezieltes Understatement und subtilen Wortwitz: Sarkasmus in die Vollen. Weltklasse“ und die Stuttgarter Zeitung schreibt: „Es ist ein großartiges Programm. Es wird Stefan Waghubinger zu einem besonderen hell glänzenden Stern der Bühnenkunst machen.“  
„Stefan Waghubinger jammert auf höchstem (Bildungs-)Niveau. Theologisch versiert zelebriert er seine schwarze Messe. Diese Comedy ist anbetungswürdig und zum Niederknien.“ Ottfried Fischer (Juryvorsitzender), Laudatio zum Gewinn des goldenen Stuttgarter Besens 2011.